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Fördergebiet Urban II


Das Europäische Programm


"Barrieren überwinden" – so lautet das Motto für das 425 ha große Gebiet rund um das Ostkreuz. Es ist kein reguläres Berliner Quartiersmanagementgebiet, sondern wird durch die Gemeinschaftsinitiative URBAN II gefördert, die 1994 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen wurde.

Mit diesem Programm unterstützt die Europäische Union insgesamt 70 krisenbetroffene Städte und Stadtviertel in Europa, darunter 12 deutsche Städte. Ziel des Programms ist es - wie auch beim Quartiersmanagement - die Gebiete wirtschaftlich und sozial zu beleben und somit eine dauerhafte und nachhaltige Stadtentwicklung sicher zu stell

Das Gebiet rund um das Ostkreuz

Das Urban II-Gebiet ist mit seinen 425 ha wesentlich größer als die Quartiersmanagement-Gebiete. Es liegt südöstlich der Berliner Stadtmitte, etwa fünf Kilometer vom Zentrum entfernt und umfasst Teile der Bezirke Lichtenberg und Friedrichshain-Kreuzberg. Es setzt sich aus vier Quartieren zusammen, die sich in ihrer städtebaulichen Struktur z.T. stark unterscheiden.

Auf Lichtenberger Seite gehören dazu die Großsiedlung Frankfurter Allee-Süd, die gründerzeitliche Victoriastadt und das mit Reformwohnungsbau durchsetzte Altbauquartier um die Weitlingstraße.

In Friedrichshain-Kreuzberg ist es das überwiegend gründerzeitliche Wohngebiet Stralauer Kiez mit dem denkmalgeschützten Industrie-Ensemble in der Oberbaumcity, das heute ein aufwändig sanierter Dienstleistungsstandort ist. Wie ein Scharnier zwischen den beiden Bezirken liegt der S-Bahnhof Ostkreuz. Hier kreuzen sich Stadt- und Ringbahn, deren Gleisanlagen fast ein Viertel der Gesamtfläche des Urban II-Gebietes ausmachen.

Bilanz des Programms Urban-II

Seit 2001 wurden in insgesamt 38 Projekten viele zukunftsfähige Ideen unterstützt. Vier Beispiele sollen beispielgebend genannt werden: Bürgerinnen und Bürger haben die Entwicklung des Gebietes als ihre Aufgabe verstanden und mit in die Hand genommen. Durch die Mitarbeit in den Arbeitsteams oder beim kleinen Urbanfonds haben sie an den Entscheidungen über einzelne Projekte und deren Zielsetzungen aktiv mitgewirkt.

Die Stärkung der Nachbarschaftsarbeit ist ein wichtiges Anliegen des Urban II-Programms gewesen. So konnten zum Beispiel der RuDi in Friedrichshain oder die Kiezspinne in der Frankfurter Allee-Süd in Lichtenberg ihre eigenen Häuser beziehen.

Durch den Verein RAW-Tempel e.V. in Friedrichshain und die BLO Ateliers in Lichtenberg sind Arbeitsmöglichkeiten im kunstgewerblichen Bereich entstanden.

Ende 2007 konnte die  Max-Taut-Aula, 60 Jahre nachdem sie ausgebrannt war, wiederhergerichtet werden. Hier ist es möglich, Angebote aus Bildung, Kultur und Nachbarschaft in einem besonderen Rahmen anzubieten.

Die zweite Förderperiode der Gemeinschaftsinitiative der Europäischen Union ist zum Jahresende 2008 beendet.

Das Land Berlin erhielt für sein Urban II-Gebiet "Ostkreuz" 15,12 Mio. Euro von der Europäischen Union. Hinzu kamen Bundes-, Landes- und bezirkliche Mittel in Höhe von 7,1 Mio. Euro und ca. 90.000 Euro private Mittel, so dass insgesamt 22,2 Mio. Euro für die Umsetzung des Programms zur Verfügung standen.

Ausgewählte News

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