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QM Ackerstraße


Zur Wohnsituation

Eine ruhige Wohngegend, zentral gelegen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut zu erreichen, in der etwas mehr als 8.000 Menschen großteils in Neubauten wohnen. Rein äußerlich gesehen bietet das Interventionsgebiet zwischen Brunnenstraße und Nordbahnhofgelände in ost-westlicher, Gustav-Meyer-Allee bzw. Scheringstraße und Bernauer Straße in nord-südlicher Richtung eine in sich geschlossene Struktur, die eigentlich ideal gerade für junge Familien und Senioren ist.

Zur sozialen Situation

Sozial ist das Gebiet jedoch geprägt durch den Wegzug von Mittelstands- und den Zuzug von Zuwandererfamilien mit geringem Bildungsstand. Dies hat dazu geführt, dass der Anteil der Bewohner nichtdeutscher Herkunft 2005 bei 30 Prozent lag (2008: 28,92 Prozent). Viele Anwohner beziehen staatliche Unterstützung, insbesondere trifft das auf junge Erwachsene unter 25 Jahren zu.

Übersichtskarte Ackerstrasse

Wann wurde QM eingerichtet?

Im Juli 2005 haben der Senat von Berlin und das Bezirksamt Mitte ein Stadtteilmanagement für dieses Gebiet eingerichtet. Mit der Durchführung des (heutigen) Quartiersmanagements Brunnenviertel-Ackerstraße wurde die S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH beauftragt. Das Vorortbüro befindet sich in der Jasmunder Straße 16.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Gemeinsam mit Bewohnern und anderen lokalen Akteuren die Qualitäten und Potenziale des Gebietes stärken,
  • die Voraussetzungen für Beschäftigung und Bildung, Arbeit und Ausbildung gezielt verbessern und
  • lebendige Nachbarschaften fördern
  • Akteure vor Ort beraten und vernetzen
  • bürgerschaftliches Engagement unterstützen

Was wurde erreicht?


  • Mitte 2007: Eröffnung Bewohnertreff Volt-Cültüre, Träger: Bewohnerverein Volt-Cültüre e.V.
  • Oktober 2007: Erste Quartiersratswahl: Die Mitglieder des Quartiersrates wurden in einer geheimen und freien Wahl von den Bewohnern des Brunnenviertels Anfang Oktober 2007 gewählt. Es beteiligten sich fast 300 Bewohner an der Wahl
  • 2010: Familienzentrum Wattstraße, finanziert aus QF-4-Mittel
  • seit Ende 2009: Kiezmagazin Brunnen1/4 - gemeinsam herausgegeben mit QM Brunnenviertel-Brunnenstraße
  • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Erneuerung des Spielplatzes Stralsunder / Strelitzer Straße, Umbau- und Verschönerungsmaßnahmen der Kita Acker- und der Kita Wattstraße; Umbau Gartenplatz aus QF-4-Mitteln, bis 2011

Richtungsweisende Projekte

Entstandene Netzwerke

  • Gebietsübergreifender Bildungsverbund: QM in der Steuerungsrunde, finanziert Projekte
  • Kitaverbund: Der Kitaverbund ist ein Netzwerk der Kindertageseinrichtungen im Brunnenviertel und besteht derzeit aus 10 Kitas. 
  • Netzwerkinitiative "Wir lassen uns nicht betäuben": im Juli 2008 startete die Initiative, zu der sich der Berliner Polizeiabschnitt 36 mit den gesellschaftlichen Akteuren im Brunnenviertel zusammenschloss, um gemeinsam gegen Drogenmissbrauch und -handel bei Jugendlichen zu kämpfen.

Handlungskonzepte


In den Berliner Quartiersmanagementgebieten werden integrierte Handlungskonzepte unter Einbeziehung der Bewohner und Bezirke durch die Quartiersbeauftragten erarbeitet. Sie werden jährlich angepasst und fortgeschrieben. Zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle werden die einzelnen durchgeführten Maßnahmen jährlich bewertet. Es formuliert die wichtigsten Aufgabenfelder und die Ziele, welche mit Blick auf eine positive Quartiersentwicklung erreicht werden sollen.

  • Handlungskonzept 2006

    Die vordringlichsten Aufgaben sind berufsorientierende Qualifizierung für Jugendliche, Aufwertung des Wohnumfelds, Verbesserung des subjektiven Sicherheitsgefühls, interkulturelles Elterncoaching an der Gustav-Falke-Grundschule und zusätzliche Sprachförderung an Kitas.  Lesen Sie hier mehr...

  • Handlungskonzept 2008

    Die Prioritäten haben sich im Laufe des Jahres kaum verändert. "Aufwertung des Wohnumfelds" wichtiges Thema. Projekt LELE nur in begrenztem Umfang und ohne Unterstützung des STM fortgeführt. Interkulturelles Elterncoaching: Projektansatz geändert. Väter mehr in die Verantwortung. Lesen Sie hier mehr...

  • Handlungskonzept 2009

    Die Kitas bilden Kita-Verbund. Erneuerung bzw. Wiederherstellung der Freizeitsportanlage der Gustav-Falke-GS in 2010 vorgesehen. Inbetriebnahme einer Ausbildungsküche. Hoher Aufwand bei der Gewinnung von neuen Quartiersräten. Lesen Sie hier mehr...

Fotoimpressionen