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Bundes-Jubiläumskongress "10 Jahre Soziale Stadt"


Bundesminister Wolfgang Tiefensee bei der Eröffnungsrede.
Bundesminister Wolfgang Tiefensee bei der Eröffnungsrede.
Foto: S. Wolkenhauer, Tulipphoto

Das Bund-Länder-Programm in der Praxis – darüber tauschten sich am 5. Mai rund 400 Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Ländern und Kommunen, Partner aus Politik und Gesellschaft sowie Akteure vor Ort aus.

Eröffnet wurde der Kongress von Bundesminister Wolfgang Tiefensee. Die Gastrede hielt Franz Müntefering, der als Bundesbauminister 1999 das Bund-Länder-Programm ins Leben gerufen hat.

Im Mittelpunkt des Kongresses standen Erfahrungen mit dem Zusammenspiel von städtebaulichen Investitionen und sozial- integrativen Maßnahmen in den Programmgebieten der "Sozialen Stadt", die anhand ausgewählter Projekte präsentiert wurden.

Vorgestellt wurden die Projekte:

  • Berlin "Lokaler Bildungsverbund Reuterkiez"
  • Duisburg "Begegnungsstätte in der Moschee" und "Rosengarten Gülhane Elise"
  • Nürnberg "Wohnen in der Sozialen Stadt"
  • Offenbach "Ostpol – Gründercampus Offenbach"
  • Stralsund "Kleemobil – aufsuchende Sozialarbeit / Familienhebammen"

Anschließend wurde über die Zukunft des Programms diskutiert, u.a. zu den Fragen, wie die "Soziale Stadt" fortgeführt werden soll und welche besonderen Zielsetzungen für die nächste Zeit gesehen werden.

Tiefensee vor Ort in Moabit West

Am Tag zuvor (Montag, 4. Mai) besuchte Bundesminister Tiefensee zum Auftakt des Kongresses ein Modellprojekt des Programms "Soziale Stadt": die "Elternlotsen Berlin-Mitte" in der James-Krüss-Grundschule im Quartier Beusselstraße – Moabit-West.

Die James-Krüss-Schule hat 360 Schüler und ist eine Ganztagsschule in offener Form mit Schulstation. Sie ist Teil der Berliner Pilotphase "Gemeinschaftsschule" mit der MosesMendelssohn-Oberschule und hat integrative Klassen. Das Quartier Beusselstraße ist seit 1999 im Programm "Soziale Stadt". Das Projekt "Elternlotsen Berlin-Mitte" ist schulübergreifend. Träger des Projekts ist der Türkische Bund Berlin (TBB). Ziel ist es die Kommunikation zwischen Elternhaus und Schule durch "Integrationslotsen" mit Migrationshintergrund zu verstärken und die Anbindung der Eltern an die Schule zu festigen. Mit dabei sind neben Schulleitung, Schülern und Elternlotsen außerdem die Berliner Staatssekretärin für Stadtentwicklung Hella Dunger-Löper und Bezirksbürgermeister
Dr. Christian Hanke.

Eine Kongressdokumentation wird im Sommer 2009 auf den Seiten www.sozialestadt.de zum  Download zur Verfügung stehen.

Text: sozialestadt.de/senstadt/bearb. J. Meier