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Der Spektesee im Falkenhagener Feld


Im Vordergrund Wiese, der Spektesee und im Hintergrund ist das Rathaus erkennbar.
Spektesee mit dem Rathaus Spandau im Hintergrund.

Der Spektesee ist Teil des ca. 85 ha großen Spektegrünzuges, der vom Hohenzollernring nahe der Altstadt Spandau in Ost-West-Richtung bis zur Stadtgrenze nach Brandenburg verläuft. Er liegt in einem Niederungsbereich, der Teil eines eiszeitlichen Flußrinnensystems ist.

Durch den Sand- und Kiesabbau seit 1950 traten erhebliche Veränderungen des Landschaftsbildes und des Naturhaushaltes der Niederung ein. Zur Verfüllung der entstandenen Gruben wurden auch Bauschuttt und Abfall verwendet. Ab 1974 begann das Grünflächenamt des Bezirks mit der Wiederherstellung  der Niederung und in einem Zeitraum von 25 Jahren entstand ein landschaftlicher Grünzug mit zwei größeren Gewässern, dem Spektesee und der Spektelake.

Linkerhand ein Weg, auf dem Spektesee schwimmen Enten, herbstliche Stimmung.
Natur pur...

Mit einer Größe von 50 000 m² wirkt der Spektesee mit seinem Uferröhricht, den zahlreichen Wasservögeln wie Enten, Bläßhühnern und Schwänen sowie den Weiden und Erlen wie ein natürliches Gewässer.  In den Sommermonaten bei schönem Wetter ist der See ein Anziehungspunkt, dessen Wiesen zum Lagern, Picknicken und Grillen einladen. Spaziergänger - oft mit Hunden – Jogger und seit einiger Zeit auch Nordic Walker nutzen die Uferwege für ihren Sport. Erst kürzlich wurde eine spezielle Nordic Walking Route am See ausgewiesen.

Bereits in den frühen Morgenstunden sind die Angler der Schreberjugend am Seeufer zu beobachten. Seit 2006 führt die Radialroute 3 des Berliner Radwegenetzes am Spektesee vorbei, wodurch die Zahl der Radfahrer weiter zugenommen hat. Der Grünzug ist eine beliebte Radwegeverbindung nach Falkensee und zum Spandauer Forst.

Ein Konflikt ist die Badenutzung des Sees, die aufgrund von Gefahrenstellen, zum Schutz der Ufervegetation und der Wasserqualität nicht erlaubt ist. Trotz der Verbotsschilder und der Gefährdung wird im Spektesee gebadet. Durch eine Machbarkeitssudie will der Bezirk nun im kommenden Jahr untersuchen lassen, ob durch  wasserbauliche und sonstige Maßnahmen erreicht werden kann, dass  der Spektesee die strengen Anforderungen an ein Badegewässer erfüllt.

Text: Bernhardt Palluch, Fotos: GeSop- Stadtteilmanagement mbH