Sprache und Ansicht
Aktuelle Veranstaltungen
zur nachahmung empfohlen!
HERE COMES THE SUN
TIER ART - Tierische Pop-Art von Angelika Dufft
Einladung Stadtteilvertretung Müllerstraße am 09. September
QM Falkenhagener Feld Ost


Zur Wohnsituation
Die Großsiedlung im Bezirk Spandau, am westlichen Stadtrand Berlins, wurde als erste noch vor der Gropiusstadt und dem Märkischen Viertel auf ehemaligem Kleingartengelände gebaut. In Zeilenbauweise, mit einzelnen Punkthochhäusern und Gebäudegroßkomplexen entstanden in den 1960er Jahren Sozialwohnungen, die mit damals modernstem Wohnungsstandard (Bad, WC, Zentralheizung, Einbauküche) ausgestattet waren. Ergänzt wurden diese durch großzügige Freiflächen, Nahversorgungszentren und Schulen, Kindertagesstätten, Jugendfreizeitheime sowie neue Kirchen. Das Stadtteilmanagementgebiet wird im Norden begrenzt von der Pionierstraße, es schließt sich der Spandauer Forst an. Im Westen bildet die Bötzowbahn / Siegener Straße die Grenze und im Süden die Falkenseer Chaussee, gefolgt vom Spektegrünzug, der sich als Grünverbindung bis aus der Stadt hinaus ins Havelland zieh
Zur sozialen Situation
Die Probleme vor Ort gleichen denen des benachbarten Gebiets Falkenhagener Feld West: Im Gebiet leben - neben vielen älteren Menschen über 65 - überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche; zum größten Teil von staatlicher Unterstützung. Der östliche Siedlungsteil an der Zeppelinstraße hat die höchste Arbeitslosenquote in Spandau. Das Verhältnis zwischen alteingesessenen Mietern und deutschstämmigen Spätaussiedlern ist angespannt und von Desinteresse und Abschottung gekennzeichnet.
Wann wurde QM eingerichtet
Auf Grund zunehmender negativer Entwicklungen und sozialer Probleme in diesem Gebiet wurde 2005 von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Abstimmung mit dem Bezirksamt Spandau von Berlin eine Arbeitsgemeinschaft mit der Durchführung des Verfahrens "Stadtteilmanagement Prävention - Quartiersverfahren Falkenhagener Feld-Ost" beauftragt. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich aus der S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung mbH und dem FiPP e.V., Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis, zusammen. Seit Januar 2010 gehört das Gebiet zur "Mittleren Intervention". Das Stadtteilbüro befindet sich in der Pionierstraße 129.
Was waren die wichtigsten Aufgaben
Stadtteilmanagement ist präventive Arbeit. Gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern sowie anderen lokalen Akteuren und starken Partnern werden Maßnahmen initiiert und unterstützt, um
- die Lebensbedingungen zu verbessern,
- das Zusammenwirken der lokalen Akteure zu unterstützen
- eine lebendige Nachbarschaft zu entwickeln durch Aktivierung und Förderung von bürgerschaftlichem Engagement,
- die Integration zu fördern,
- die individuellen Lebenschancen durch Bildung und Ausbildung zu steigern,
- die Voraussetzungen für Beschäftigung und Arbeit zu verbessern
- über die Fördermöglichkeiten sozio-kultureller Projekte durch den Aktionsfonds QF 1 und durch andere Förderprogramme zu beraten
Was wurde erreicht?


- Oktober 2005: Erste Quartiersbeiratswahl
- Seit Oktober 2005: Aktionsfondsjury
- 2006: interkultureller Gemeinschaftsgarten (mit Mitteln Stadtumbau West)
- Modellprojekt "FIZ Familie im Zentrum"
- Seit 2005 Quartierszeitung "Falkenhagener Express" – für die Gebiete Falkenhagener Feld Ost und West, erscheint viermal im Jahr
- Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Erweiterung der musikalischen Fördermöglichkeiten der B.-Traven-Oberschule durch die Anschaffung von neuen Musikinstrumenten und Lärmminderungsmaßnahmen in den Musikräumen; Neugestaltung Henry-Dunant-Platz (Planung in 2009, Durchführung in 2010); Wohnumfeldverbesserungen im GSW-Bestand mit QF-4-Mitteln: Neugestaltung eines städtischen Platzes an der Steigerwaldstraße mit Bewohnerbeteiligung (Planung und Durchführung in 2009 und 2010); Umgestaltung und Aufwertung von Spielgärten zweier Kitas
Richtungsweisende Projekte
- Projekt "Rucksack": Sprachförderung und Elternbildung. Das Projekt verbindet Sprachförderung der Kinder mit der Weiterbildung und Kompetenzstärkung der Eltern. Dabei werden Eltern zu Multiplikatoren der Sprachförderung ausgebildet
- Projekte "Miteinander" (Theater, Akrobatik, Martial-Art, Tanz, unter Einbeziehung der Eltern und der Schule) und "Theater und Musik" der Jugendtheaterwerkstatt
- Seit 2006: Bolzplatzliga: Gemeinsames Projekt aller drei Spandauer Fördergebiete (Falkenhagener Feld Ost und West und Heerstraße) mit dem Ziel eines nachhaltigen, von den Mannschaften eigenverantwortlich organisierten Spielbetriebs. Angebot eines niederschwelligen, regelmäßigen und integrativen Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche ohne Beitragsgebühr
- Babysitterführerschein - Ausbildung von Mädchen und Jungen als Babysitter
Entstandene Netzwerke
- Lenkungsrunde für "Familie im Zentrum"
- Stadtteilkulturverein Cleu e.V.: gegründet 2005, Veranstaltungs- und Bühnentechnik bei Stadtteilfesten u.a., Einbindung von Jugendlichen in Bereich Veranstaltungstechnik, enge Zusammenarbeit mit der Jugendtheaterwerkstatt
Fotoimpressionen









Englisch







