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QM Falkenhagener Feld West


Kinder-Gruppenbild
Im Falkenhagener Feld

Zur Wohnsituation

Die Siedlung "Falkenhagener Feld" befindet sich im Nordwesten des Bezirks Spandau beidseitig der Falkenseer Chaussee. Durch das ganze Areal ziehen sich Frei- und Grünflächen, die zusammen mit den mehrstöckigen Bauten den Charakter der Großsiedlung ausmachen. Die Großsiedlung wurde als erste noch vor der Gropiusstadt und dem Märkischen Viertel auf ehemaligem Kleingartengelände gebaut. In Zeilenbauweise, mit einzelnen Punkthochhäusern und Gebäudegroßkomplexen entstanden in den 1960er Jahren Sozialwohnungen, die mit damals modernstem Wohnungsstandard (Bad, WC, Zentralheizung, Einbauküche) ausgestattet waren. Im Norden schließt sich der Spandauer Forst an, südlich der Hochhäuser liegt der Spektegrünzug, der sich als Grünverbindung bis aus der Stadt hinaus ins Havelland zieht.

Zur sozialen Situation

Die Probleme vor Ort gleichen denen des benachbarten Gebiets Falkenhagener Feld Ost: Im Gebiet leben - neben vielen älteren Menschen über 65 - überdurchschnittlich viele Kinder und Jugendliche; zum größten Teil von staatlicher Unterstützung. Der östliche Siedlungsteil an der Zeppelinstraße hat die höchste Arbeitslosenquote in Spandau. Das Verhältnis zwischen alteingesessenen Mietern und deutschstämmigen Spätaussiedlern ist angespannt und von Desinteresse und Abschottung gekennzeichnet.

Übersichtskarte Falkenhagener Feld West

Wann wurde QM eingerichtet?

Im Sommer 2005 wurde ein Quartiersmanagement für das Quartier Falkenhagener Feld West eingerichtet. Träger ist GeSop mbH Gesellsch. f. Sozialplanung, Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung. Das Vorortbüro befindet sich im Kraepelinweg 3.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Ziele des Verfahrens sind insbesondere die Verbesserung des Zusammenlebens und der sozialen Situation, die Stärkung des Gemeinwesens und die Schaffung und Stabilisierung lebendiger Nachbarschaften.
  • Durch gezielte Projekte aus den Bereichen Bildung, Integration und beruflicher Qualifikation und Beschäftigung, soweit das im Falkenhagener Feld möglich ist, sollen die Lebensverhältnisse verbessert werden.
  • Das QM fördert das Zusammenwirken lokaler Akteure und unterstützt den Aufbau lokaler Netzwerke und Nachbarschaften.
  • Es kommt darauf an, das vorhandene "bürgerliche Engagement" aufzusuchen, zu stabilisieren und zu stärken. Insbesondere war und ist die evangelische Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde als eine starke Partnerin zu nennen. Die Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG unterstützt das Stadtteilmanagement durch die Bereitstellung von drei Wohnungen.

Was wurde erreicht?


  • Seit 2005: Quartiersbeirat und Aktionsfondsjury
  • Januar 2007: Integrationstreff "Falkenhorst": Begegnungsstätte für Spätaussiedler, Migranten und Einheimische (Frauentreff, Basteln und Malen für Kinder, Integrationssprachkurse, Lebens- und Problemberatung für Migranten, Krabbelgruppen, Backkurse sowie Sportangebote); die Wohnungsgesellschaft GEWOBAG stellt hierfür eine 3-Zimmerwohnung mietkostenfrei zur Verfügung
  • Errichtung eines Mehrgenerationenhauses  in der evangelischen Paul-Gerhardt-Kirchengemeinde (Finanzierung aus Stadtumbaumitteln, Organisationsstruktur durch Soziale Stadt-Mittel)
  • Modellvorhaben "Familie im Zentrum" (FIZ)
  • "Die Falkenpost" – Broschüre zum Stadtteil
  • seit Januar 2008: Quartierszeitung "Falkenhagener Express" - für die Gebiete Falkenhagener Feld Ost und West, erscheint viermal jährlich
  • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Zwei neu gestaltete Höfe am Kraepelinweg durch Wohnungsgesellschaft GEWOBAG und mit Soziale Stadt-Mitteln, Mieterbeteiligung; kleinteilige Umbaumaßnahmen im so genannten Schwedenhaus der Paul-Gerhard-Gemeine (Quartiersfonds III)

Richtungsweisende Projekte

  • Medienprojekt "MUXS": Die Medienwerkstatt unterstützt die Quartiersmanagement-Arbeit, z. B. Stadtteilbroschüre, Internetseite, Stadtteil- und Hoffeste). Die Räumlichkeiten für die Arbeit der Medienwerkstatt stellt die Wohnungsgesellschaft GEWOBAG zur Verfügung.
  • Seit 2006: Bolzplatzliga - Gemeinsames Projekt aller drei Spandauer Fördergebiete (Falkenhagener Feld West und Ost und Heerstraße) mit dem Ziel eines nachhaltigen, von den Mannschaften eigenverantwortlich organisierten Spielbetriebs. Angebot eines niederschwelligen, regelmäßigen und integrativen Freizeitangebotes für Kinder und Jugendliche ohne Beitragsgebühren. Durch verschiedene Sponsoren wird das Projekt geringfügig unterstützt, z. B. durch Getränke oder T-Shirts.
  • Information und Beratung für Jugendliche: Das gemeindeeigene Schwedenhaus der Paul-Gerhard-Gemeinde ist zu einem Bildungs- und Beratungszentrum für Jugendliche umgebaut worden. Mehrere Kooperationspartner bieten Unterstützung bei Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche für Jugendliche an. (Anschub-) Finanzierung der Betriebskosten über Soziale Stadt-Mittel

Entstandene Netzwerke

  • Nachbarn im Kiez e.V.
  • Koordinationsrunde Träger, Verwaltung

Geheimtipp im Quartier


Der Spektesee im Falkenhagener Feld ist Teil des Spektegrünzuges, der vom Hohenzollernring nahe der Altstadt Spandau bis zur Stadtgrenze nach Brandenburg verläuft. Mit seinem Uferröhricht, den zahlreichen Wasservögeln sowie den Weiden und Erlen wirkt der 50.000 Quadratmeter große See wie ein natürliches Gewässer. Lesen Sie hier mehr...

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