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Handlungskonzept 2007


Wohnumfeld

Im Zuge der Bebauung der Brachfläche Flughafenstraße / Ecke Karl-Marx-Straße mit dem Einkaufscenter Neukölln Arcaden ist als Ausgleichsmaßnahme der Käpt´n Blaubär Spielplatz als neue Spielfläche und Grünverbindung entstanden.

Gleichwohl gibt es vermehrt Beschwerden von Bewohnerinnen und Bewohnern, dass die Hauseigentümer weniger Interesse und Bereitschaft zu notwendigen Instandsetzungsarbeiten zeigen. Gleichzeitig führt das Outsourcing von Hausmeisterdiensten an Firmen außerhalb des Stadtteils zu zunehmenden Verwahrlosungs- und Vermüllungstendenzen in einzelnen Wohnhäusern.

Ein positiver Entwicklungstrend ist das zunehmende Interesse von Studierenden- und Berufseinsteigerhaushalten nach Altbauwohnungen im Gebiet.

Ein Großteil der wirtschaftlichen Aktivitäten im Gebiet Flughafenstraße wird von ausländischen Gewerbetreibenden getragen, wobei viele unterschiedliche Nationalitäten vertreten sind – Türkei, Libanon, Indien, China, Polen, Schwarzafrika, Jugoslawien.

Ab Dezember 2006 in der Erlanger Straße und ab Sommer 2007 auf der Brachfläche Reuterstraße 9/10 in unmittelbarer Nähe des Käpt´n Blaubär Spielplatzes: Einrichtung einer Kinder- und Elternfreizeiteinrichtung für die Bewohnerschaft.

Ein Problem ist die Drogenszene, die sich im Umfeld der U-Bahnhöfe und der Hasenheide auch auf den Käpt´n-Blaubär-Spielplatz und den Sasarsteig ausdehnt.

Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Konzeption "Standortmarketing Flughafenstraße - branchenbezogene Profilierung der Flughafenstraße unter Einbeziehung angrenzender Seitenstraßen".

"Förderung von Kleingewerbe und Unterstützung von Existenzgründungen": Hierzu zählen Zuschüsse aus dem Aktionsfonds für stadtteilbezogene Marketingaufwendungen einzelner "Leuchtturmbetriebe", d.h. inhabergeführte Unternehmen wie das Café Sandmann oder das Rroma Aether Klub Theater

Soziale Infrastruktur

Projekt "Ganztagsbetrieb an der Albert-Schweitzer-Schule": In Kooperation mit dem benachbarten Türkisch-Deutschen Zentrum unterstützen mit Beginn des Schuljahres 2006/07 in der 7. Jahrgangsstufe pädagogische Honorarkräfte die Schüler, Eltern und Lehrer durch Hausaufgaben- und Pausenbetreuung sowie im Förderunterricht.

Stadtteilkultur

Die Aktivitäten der Kunstfiliale und des Rroma Aether Klub Theaters führten zu einem Rückgang der Gewerbeflächenleerstände. Lokale Gewerbetreibende konnten in stadtteilbezogene Aktivitäten einbezogen werden.

Mehr Partizipation der Bewohner und Akteure

Aus Stadtteiltreffen wie Frauenfrühstück, Gewerberunde, Treffen der Immobilienwirtschaft oder Netzwerktreffen Kinder / Jugend / Familie haben sich Kontakte und ein verstärkter Informationsaustausch ergeben.

Grenzen in der QM-Arbeit haben sich insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gezeigt, da im Vergleich zu fast allen anderen Berliner Quartiersmanagementgebieten keine zusätzlichen Soziale Stadt Mittel für Kommunikationsmaßnahmen wie Stadtteilzeitung, Quartierswebseite oder Kiezreporter zur Verfügung stehen.

bearb.: J. Meier