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STM Heerstraße


Blick vom Hahneberg auf das Gebiet.

Zur Wohnsituation

Wo früher Weizenfelder und Obstbäume blühten und Kleingärtner ihre Parzellen nutzten, stehen heute Hochhäuser und Wohnbauten unterschiedlicher Höhe, in denen ca. 17. 000 Menschen leben. Ende der 60er bis Mitte der 70er Jahre entstand im Bezirk Spandau unter anderem die Siedlung Heerstraße Nord mit der integrierten Rudolf-Wissell-Siedlung im Ortsteil Staaken. Die meisten der Schulen, das Einkaufszentrum, Jugendeinrichtung und Seniorenheim befinden sich in der Nähe der Obstallee, dem Mittelpunkt der Siedlung.

Zur sozialen Situation

Noch immer hat das 1978 eingeweihte Gemeinwesenzentrum einen hohen Stellenwert. Die fünf Partner - die Ev. Gemeinde Heerstraße Nord, der Fördererverein für Senioren- und Behindertenarbeit, der nichtstädtische Hort "Spielhaus", das Ärztehaus und der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord (der auch Träger des Stadtteilmanagementverfahrens ist) boten und bieten den Bewohnern und Bewohnerinnen von Heerstraße Nord und darüber hinaus eine Anlaufstelle für viele Probleme, Bedürfnisse und Aktivitäten. Der Anteil nichtdeutscher Bewohner im Gebiet liegt zwar im Berliner Durchschnitt, doch haben beispielsweise die zahlreichen Spätaussiedler aus der ehemaligen Sowjetunion trotz ihres deutschen Passes oft Sprach- und Integrationsprobleme. In der Jugendhilfeplanung wird die Situation der unter 7-Jährigen als "dramatisch" eingeschätzt. Viele Menschen sind nicht mehr oder noch nicht in der Lage, sich für das Gemeinwohl einzusetzen, so wie das frühere Bewohnergenerationen taten. Gefragt sind in erster Linie beratende und helfende soziale Dienstleistungen.

Übersichtskarte Heerstrasse

Wann wurde QM eingerichtet

Seit September 2005 gibt es ein Stadtteilmanagement (Quartiersverfahren Prävention). Mit der Durchführung beauftragt wurde der Gemeinwesenverein Heerstraße Nord e.V. Das Vorortbüro befindet sich im Blasewitzer Ring 32.

Was waren die wichtigsten Aufgaben

  • Lebensqualität und Lebenschancen von Familien verbessern
  • Benachteiligungen entgegenwirken, Kinder und Jugendliche fördern,
  • bürgerschaftliches Engagement unterstützen,
  • generationsübergreifend friedliches Zusammenleben aller Menschen im Stadtteil und demokratische Teilhabe am Gemeinwesen ermöglichen

Was wurde erreicht?


  • seit April 2006: Stadtteilbeirat und Aktionsfondsjury
  • 2007: "Kulturzentrum Gemischtes" - ein mit viel Engagement von Akteuren vor Ort und aus der Verwaltung sowie mit Unterstützung der Wohnungsgesellschaft GSW ins Leben gerufenes, interkulturelles Zentrum in einem ehemaligen Supermarkt
  • Oktober 2008: Modellprojekt Familie im Zentrum (FIZ)
  • Dezember 2009: Broschüre  "Staaken - Großsiedlung Heerstraße Nord"
  • seit 2005: Der Medienwerkstatt für Stadtteilreporterinnen und -reporter ist es gelungen, den "Treffpunkt" zu einer lebendigen Stadtteilzeitung auszubauen. Erscheint viermal jährlich
  • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Fassadengestaltung  am Jugendzentrum Räcknitzer Steig; Aufstellung von 14 Wegweisern mit der Gebietskarte; Ausstattung Stadtteil- und Kulturzentrum Gemischtes, Einrichtung einer offenen Fahrradwerkstatt; Lerninseln für die Carlo-Schmid-Oberschule; Umgestaltung des Freigeländes der Grundschule am Amalienhof; Umgestaltung Hof der Christian-Morgenstern-Grundschule zur Kreativfläche; Container für das Modellprojekt "Familie im Zentrum"

Richtungsweisende Projekte

  • Bolzplatzliga:Gemeinschaftsprojekt Heerstraße mit Falkenhagener Feld West und Ost) Gewaltpräventionsprojekt für 12- bis 18-Jährige; inzwischen sind in einer Vielzahl von Mannschaften ca. 250 Straßenfußballer und -fußballeriinnen unterschiedlicher Herkunft aktiv
  • Mitternachtssport: Anschubfinanzierung über den QF1 für die Auftaktveranstaltung, wird inzwischen über eine Förderung aus Programmmitteln des Integrationsbeauftragten fortgesetzt
  •  "Stadtteilbus" für die aufsuchende Jugendsozialarbeit
  • "Amalie - Schule im sozialen Umfeld" - Basisangebot als zusätzliche Betreuung während des Unterrichtes an der Grundschule am Amalienhof
  • Job aktiv im Stadtteil - Selbsthilfeförderung bei Bewerbung, Ausbildung, Arbeit besonders für Jugendliche

Entstandene Netzwerke

Unter dem Stichwort interkulturelle Integrationspartnerschaft ist besonders die Kooperation mit dem seit 2003 bestehenden Verein Deutsch-Arabische Freundschaft, Familienförderverein - DAF e.V. zu nennen. DAF e.V. gehört zu den aktivsten Kooperationspartnern für das Stadtteilmanagement. Der Verein verfügt über eine große Anzahl von ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und auch Unterstützern aus Politik und Wirtschaft. 

Geheimtipp im Quartier


Inseln im Universum… der Weg auf den Hahneberg lohnt sich bei klarem Himmel zu allen Jahreszeiten. Gut 85 Meter hoch türmt sich der einstige Schutthaufen südlich der Heerstraße im Bezirk Spandau zu einem schön bepflanzten Park. Lesen Sie hier mehr...

Handlungskonzepte


In den Berliner Quartiersmanagementgebieten werden integrierte Handlungskonzepte unter Einbeziehung der Bewohner und Bezirke durch die Quartiersbeauftragten erarbeitet. Sie werden jährlich angepasst und fortgeschrieben. Zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle werden die einzelnen durchgeführten Maßnahmen jährlich bewertet. Es formuliert die wichtigsten Aufgabenfelder und die Ziele, welche mit Blick auf eine positive Quartiersentwicklung erreicht werden sollen.

  • Handlungskonzept 2006

    Im ersten Halbjahr 2007 konnten im Gebiet Heerstraße Projekte mit 180.000 Euro gefördert werden, aufgrund der Förderstruktur ab dem zweiten Halbjahr und für 2008 waren es lediglich 25.000 Euro. Solch ein "Förderloch" ist den Antragstellern und dem Stadtteilbeirat schlecht zu vermitteln. Lesen Sie hier mehr...

  • Handlungskonzept 2009

    Der Aufwand bei der Projektentwicklung, Antragstellung und Begleitung teils unerfahrener Projektträger war auch in 2008 im Gebiet Heerstraße hoch. Die Regelung, dass keine pauschalen Aufwandsentschädigungen - wie in sozialen Projekten sonst üblich - an die Ehrenamtlichen gezahlt werden dürfen, ist eine Erschwernis, die aus Sicht des Stadtteilmanagements dringend geprüft werden sollte. Lesen Sie hier mehr...

Fotoimpressionen