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QM Hellersdorfer Promenade


Kastanienallee
Kastanienallee
Foto: P. Strachovsky

Zur Wohnsituation

Das Quartier Hellersdorfer Promenade ist Bestandteil der in den 1980er Jahren errichteten Großsiedlung Hellersdorf am nordöstlichen Stadtrand von Berlin. Die Grenzen der 2009 erweiterten Gebietskulisse bilden im Norden der Landschaftsraum der Hönower Weiherkette, im Osten der Grünzug an der Zerbster Straße, im Süden der Einschnitt der U-Bahn-Trasse und im Westen das Gut Hellersdorf und der Havelländer Ring.

Das Gebiet gliedert sich in zwei Wohngebiete beidseitig der Hauptverkehrsachse Stendaler Straße und das südlich gelegene Stadtteil- und Geschäftszentrum "Helle Mitte". Während die beiden Wohngebiete in industrieller Bauweise der Wohnungsbauserie 70 als 5-geschossige Blockbebauung errichtet wurden, ist die "Helle Mitte" das Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbs in den 1990er Jahren. Auf einer Fläche von 20 ha entstanden Multiplex-Kino, Einkaufscenter und -passagen, gastronomische Angebote sowie Büro- und Dienstleistungsflächen. Außerdem sind hier das Rathaus, die Agentur für Arbeit und die Alice-Salomon-Hochschule angesiedelt. Brachliegende Grundstücksflächen, entstanden durch aufgegebene Gemeinbedarfsstandorte und nicht realisierte städtebauliche Entwicklungen, stellen ein Potenzial dar - tragen zurzeit aber stellenweise  zur visuellen und atmosphärischen Abwertung des Quartiers bei.

Zur sozialen Situation

Die Großsiedlung hat Imageprobleme, doch die Wohnzufriedenheit der rund 9.700 Einwohner Einwohnerinnen ist hoch. Sie schätzen vor allem die Nähe zum Landschaftsraum, die zahlreichen Einkaufsmöglichkeiten und die gute Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr. Die Hellersdorfer Promenade ist ein verhältnismäßig junges Quartier. Die Arbeitslosigkeit ist überdurchschnittlich hoch. Immer mehr Kinder und Jugendliche leben von Hartz IV-Bezug.

Die Nachfrage nach Wohn- und Gewerberäumen im Quartier sinkt, besonders im "Europa-Viertel". Mit der Insolvenz des Eigentümers sind verbindliche Aussagen zur Sanierungsplanung nicht mehr möglich. Zunehmende Kaufkraftverluste und konkurrierende Einzelhandelsstandorte wirken sich auch auf die  "Helle Mitte" aus.  

Übersichtskarte Hellersdorfer Promenade

Wann wurde QM eingerichtet?

Für das Quartier Hellersdorfer Promenade wurde 2005 ein "Quartiersmanagementverfahren Prävention" initiiert. Seit 2008 gehört es zur "Mittleren Intervention". Träger ist S.T.E.R.N. Gesellschaft der behutsamen Stadterneuerung. Das Vorortbüro befindet sich in der Hellersdorfer Promenade 17.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Soziale Integration und die Entwicklung der sozialen Infrastruktur (trotz des gesellschaftlich, demografisch bedingten Abbaus von Kitas, Schulen, Volkshochschule (VHS) und Stadtteilbibliothek
  • Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner (Partizipation) sowie die Bindung sozial stabilisierender Bewohnergruppen an das Quartier
  • Herstellung von mehr Transparenz und Kommunikation bezüglich des Bau- und Gestaltungsprozesses des "Europa-Viertels"
  • Unterstützung eines zukunftsfähigen Nutzungskonzeptes für die Erdgeschoss-Zone der Promenade
  • Verbesserung der Chancen auf Bildung und Beschäftigung, Verbesserung des Wohnumfelds, Familienförderung, besseres Gesundheitsniveau, Entwicklung und Stärkung der Stadtteilkultur sowie die Verbesserung des Images und der öffentlichen Wahrnehmung des Quartiers

Was wurde erreicht?


  • "Bewohnertreff": eine der Möglichkeiten, sich für sein Quartier einzusetzen und aktiv am Prozess der gemeinsamen Gebietsentwicklung zu beteiligen; findet ca. viermal im Jahr statt
  • seit Herbst 2006: Quartiersrat  und QF-1-Jury
  • seit Ende 2006: Quartierskonferenz (Bürgerversammlungen)
  • 2005 und 2009: Bewohnerbefragung
  • Mai 2009: Lokaler Aktionsplan Bildung - Schwerpunkt ist die frühe Bildung in Familie, KiTa und Grundschule
  • 2009: Broschüre " Mehr als eine Straße - Gesichter und Geschichte der Hellersdorfer Promenade" - Ergebnisse des Quartiersprojekts "Erlebte Geschichte im Wohngebiet"
  • Kiez- und Familientreff "Buntes Haus" der gemeinnützigen Kinder- und Jugendhilfegesellschaft "Roter Baum": Das "Bunte Haus" ist sichtbares Ergebnis einer gewachsenen und innerhalb des Quartiersverfahrens weiter intensivierten Netzwerkarbeit, an der Aktive aus den verschiedensten Bereichen mitwirken
  • Kleinteilige Unterstützung des ehrenamtlich betreuten Kinderladens und der ebenfalls ehrenamtlich geführten Peter-Weiss-Bibliothek
  • das Quartier bei Facebook (Netzwerk-Plattform): aktuelle Informationen, Veranstaltungshinweise, Fotos, "Pinnwand"
  • von März 2006 bis Ende 2009 steuerte das Quartiersmanagement je eine vierseitige Themenbeilage zur vierteljährlich erscheinenden Stadtteilzeitung "die aktuhelle" bei; Neustart Mai 2010
  • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Sprühplansche "Fabelhafter Drache" an der Zerbster Straße; Umbau des sanierungsbedürftigen Kieztreffs Stendaler Str. 43 des Jugendvereins "Roter Baum" zum "Öko-Würfel"; Umgestaltung des Peter-Weiss-Platzes; "Gartenland am Beerenpfuhl" (Grabeland); Umgestaltung der Freifläche des Jugendclubs EASTEND (für Grabeland und Freifläche wurde die Öffentlichkeitsarbeit und die Bürgerbeteiligung aus Mitteln der "Sozialen Stadt" finanziert); "Helle Info": eine Säule aus Metall und Holz als Info- und Kommunikationstreffpunkt

Richtungsweisende Projekte:

Entstandene Netzwerke

Geheimtipp im Quartier


Perlenkette in blau-grün...Keine Hinweisschilder an den Hauptstraßen, keine Extra-Parkplätze für Besucher. Die Hönower Weiherkette ist eine Öko-Idylle, reserviert für Freunde der Stille, der natürlichen Geräusche und Düfte, der seltenen Tier- und Pflanzenarten. Lesen Sie hier mehr...

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