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QM High-Deck-Siedlung / Sonnenallee


High-Deck-Siedlung
Foto: high-deck-quartier.de

Zur Wohnsituation

Das Quartier liegt an der Grenze zum Stadtbezirk Treptow-Köpenick. Am südlichen Ende der Sonnenallee entstand von 1975 bis 1984 im Ergebnis eines städtebaulichen Wettbewerbes eine Siedlung des sozialen Wohnungsbaus mit über 2.400 großzügigen Wohnungen in vier- bis sechsgeschossigen Häusern. Die Idee der Architekten war es, eine Siedlung zu bauen, in der Fußwege und Straßen konsequent getrennt sind. So entstanden die namensgebenden "High-Decks", die zehn Fußgängerbrücken. Darunter liegen die Straßen und die mehr als 1.000 Stellplätze und Garagen. Große Balkone und Terrassen, Sauna und Gemeinschaftsräume, das ist eine Seite der High-Deck-Siedlung. Doch Mitte der 90er Jahre verschlechterte sich die Situation: Aus der ruhigen Randlage direkt an der Mauer war die Siedlung in die Mitte Berlins mit einem hohen Verkehrsaufkommen auf der Sonnenallee gerutscht. Viele alteingesessene Mieter zogen ins Umland. Lärm- und Schmutzaufkommen nahmen erheblich zu.

Zur sozialen Situation

Seit Jahren ist die soziale Struktur im Quartier durch eine hohe Arbeitslosigkeit und durch einen großen Anteil an Transferleistungsempfängern charakterisiert. Mehr als die Hälfte der Einwohner (51 Prozent, Stand 31. Dezember 2007) leben von Transfereinkommen. Der Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund beträgt in den Kitas und der Grundschule rund 80 Prozent, mit steigender Tendenz bei den Neuzugängen. So liegt der Anteil von Schülern nichtdeutscher Herkunft in der sechsten Klasse der Grundschule bei 68 Prozent, während er in der dritten Klasse bereits bei 96 Prozent liegt. Arbeitslosigkeit, Armut, teilweise eine geringe Bildung und ein Lebensalltag, der durch sehr unterschiedliche kulturelle und religiöse Werte und Anschauungen geprägt ist, erschweren das nachbarschaftliche Zusammenleben und führen auch zu Konflikten in den Familien.

Übersichtskarte High-Deck-Siedlung / Sonnenallee

Statistik:

  • Einwohner: 4.883
  • Fläche: 32,14 ha

(Stand: 31. Dezember 2008)

Wann wurde QM eingerichtet?

Seit 1999 arbeitet das Quartiersmanagement in der High-Deck-Siedlung. Träger ist das Büro Weeber+Partner. Das Vorortbüro befindet sich in der Leo-Slezak-Straße 23.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

Beschäftigung, Bildung und Qualifizierung, Integration und nachbarschaftliches Zusammenleben, Wohnen und Wohnumfeld, soziale Infrastruktur (für Kinder, Jugendliche, Ältere), Stadtteilkultur und Gesundheit.

Was wurde erreicht?


Richtungsweisende Projekte

  • HIGH-DECK 2012: Modellprojekt seit Ende April 2010. Das JobCenter Neukölln geht direkt vor Ort, um in einem Netzwerk die berufliche und soziale Integration der Bewohner und Bewohnerinnen des High-Deck-Kiezes voranzubringen.
  • Computertreff 40 Plus
  • Förderung benachteiligter sowie begabter Kinder und Jugendlicher (z.B. "Kleine Einsteine" im Kindertreff; Frühförderprogramm "Der kleine Stern" - letzteres erfolgreich gefördert seit 2008 in unterschiedlichen Gruppen)
  • Bildung einer Gruppe von Eltern mit behinderten Kindern innerhalb des Interkulturellen Elternzentrums. Die "Sonnenfamilie" trifft sich zweimal im Monat und führt sämtliche Aktivitäten ehrenamtlich durch. Die Eltern werden inzwischen durch Beratungsangebote unterstützt, während das QM die Kinderbetreuung finanziert
  • Bildung einer Vätergruppe, hervorgegangen aus dem Kindertreff "Waschküche", trifft sich einmal im Monat, die Väter sind ehrenamtlich aktiv
  • monatliche "Küche der Nationen"
  • jährlicher Frühjahrsputz im Quartier 
  • Jährlicher Balkonwettbewerb
  • Fassadengestaltung "Voliere": ein Malereibetrieb hat Jugendliche aus der High-Deck-Siedlung ausgebildet. Gemeinsam gestalteten sie das großformatige Wandbild, das 150 Vogelarten "bevölkert"; Das QM High-Deck-Siedlung hat die Bewohnerbeteiligung organisiert und die Werbung für die Ausbildungsplätze für Jugendliche aus dem Quartier unterstützt.

Entstandene Netzwerke

  • B.A.S.I.S. - Netzwerk für (mehr) Bildung und soziale Integration in der High-Deck-Siedlung: Die Einrichtungen im Quartier wie Nachbarschaftstreff, Kindertreff, Jugendtreff und Computertreff 40 Plus werden unter Federführung des Internationalen Bundes ein Netzwerk bilden, das vielfältige Bildungs- und Trainingsangebote für unterschiedliche Generationen unterbreiten wird. Finanziert wird das Netzwerk durch das ESF-Bundesprogramm "BIWAQ- Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier" (BIWAQ ist das Partnerprogramm des Städtebauförderungsprogramms "Soziale Stadt")
  • HIGH-DECK 2012 (siehe Richtungsweisende Projekte)

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