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Kunst und Unterhaltung in zwei Sprachen - Der Kulturring bietet vielfältige Angebote rund um die Integration russlanddeutscher Spätaussiedler an


Liederabend im Tschechow-Theater
Liederabend im Tschechow-Theater
Foto: QM

Seit dem Frühsommer 2002 gibt es in Marzahn ein neues Theater. Als größtes Projekt des Kulturrings in Berlin e.V. im Marzahner Norden entstand das Berliner Deutsch-Russische Tschechow-Theater (BTT), unterstützt mit Mitteln des Quartiersfonds.

Ziel des Projektes ist es, das Zusammenfinden und kulturvolle Miteinander von Russlanddeutschen und "Einheimischen" zu fördern. Auf dem Programm stehen verschiedene Veranstaltungsreihen wie der Diskussionsclub "Heimatliche Geschichte", ein Künstlersalon, der gesellige Gesangsnachmittag "Possidelki" sowie eine Lesereihe, in der Russlanddeutsche und einheimische Autoren ihre Werke vorstellen. Zweimal wöchentlich finden Sprachkurse für Übersiedler statt. Bemerkenswert ist das Kinderstudio "Sonnenschein", in dem Vorschulkinder in lockerer Atmosphäre (vorerst in Russisch) bei den ersten Schritten im Lesen und Schreiben begleitet werden, aber auch gemeinsam singen, tanzen oder zeichnen.

Natürlich treten auch oft Gastensembles auf – Theater- und Kabarettgruppen oder Vertreter der musikalischen Kleinkunst.

Vor allem aber gibt es Theater im Theater! Da werden Stücke von bekannten russischen Autoren gegeben, wie zum Beispiel die Lustspiele von Anton Tschechow "Der Bär" und "Heiratsantrag". Und damit auch alle etwas davon haben, treten nacheinander zwei Ensembles auf: Eines spielt auf Russisch, und das andere auf Deutsch.