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QM Mariannenplatz


Zur Wohnsituation
Das Gebiet Mariannenplatz liegt im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, im ehemaligen SO36. Es hat eine gute Verkehrsanbindung (U-Bahn und Bus) und ist trotzdem relativ verkehrsarm. Durch seine wenig exponierte Lage kann dieser Bereich des SO36 als eine vergleichsweise ruhige Wohngegend bezeichnet werden. Bei den im Gebiet vorhandenen Gewerbeeinheiten handelt es sich überwiegend um Geschäfte zur Deckung des täglichen Bedarfs sowie um Dienstleistungsgewerbe. Das weitläufige Bethaniengelände mit dem Mariannenplatz bietet eine vielseitige Grünfläche. Die Großsiedlung besteht überwiegend aus sozialem Wohnungsbau aus den 70er Jahren, sie enthält jedoch auch Altbaubestand. Die Blöcke wurden im Rahmen des Wettbewerbs "Rund um Bethanien" in den 70er Jahren entkernt, wodurch Innenhöfe mit großen Freiflächen entstanden waren. Das Gebiet umfasst insgesamt fünf Blöcke, davon bilden drei die Großsiedlung Mariannenplat
Zur sozialen Situation
Am Mariannenplatz leben knapp 5.700 registrierte Einwohner. Das Gebiet weist einen überdurchschnittlich hohen, insbesondere türkischen, Migrationsanteil auf. Hinsichtlich der altersmäßigen Zusammensetzung ist das Gebiet als sehr jung zu bezeichnen. In den Wohnblöcken leben mit knapp 55 Prozent viele Personen unter 35 Jahren. Im Gebiet ist der Anteil an Empfängern von Transferleistungen mit 40 Prozent höher als im Bezirksvergleich. Mehr als 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren lebt in Haushalten, die von Sozialtransfer abhängig sind.
Wann wurde QM eingerichtet
Das ehemals Stadtteilmanagement wird seit dem 1. März 2004 von "Jugendwohnen im Kiez e.V." getragen. Sei Januar 2009 gehört das Gebiet zur Kategorie 1 "Starke Intervention" und ist ein Quartiersmanagementgebiet. Das Vorortbüro befindet sich in der Naunynstraße 73.
Was waren die wichtigsten Aufgaben
- Anwohneraktivierung
- Schaffung einer positiven Kiezidentität
- Vernetzung der Infrastruktur
- Verbesserung der Bildungschancen und Qualifikationsangebote
- Förderung des nachbarschaftlichen, multikulturellen Zusammenlebens
- Wohnumfeldverbesserung
- ein friedlicher 1.Mai
- Netzwerk Mariannenplatz stärken
- Bildung/ Qualifikation
- Dialog der Kulturen
Was wurde erreicht?


- seit 2004 Projektejury, bei Neuwahl 2007 Umbenennung in Quartiersrat, seit 2004 Bewohnerjury bzw. Aktionsrat
- 2004 Gründung der Bewohnerinitiative Mariannenplatz (Verein BIMAP e.V.)
- 2006 Computerkabinett mit 10 Arbeitsplätzen im Kulturzentrum anatolischer Aleviten e.V. finanziert
- Projektfinanzierung Familienzentrum
- DVD "Beton und Köpfe" - eine Heimatdoku aus Kreuzberg 36
- Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Verschönerung des Feuerwehrbrunnenplatzes mit Bewohnern und Jugendlichen des Pestalozzi-Fröbel-Hauses, Schulhofgestaltung in der Nürtingen-Grundschule, "Lernlandschaften" in der Nürtingen-Grundschule: Schulkinder und Studierende haben vier Modellklassenzimmer geschaffen für unterschiedliche Bewegungsbedürfnisse (verschiedene Podeste, Boden- und Steharbeitsplätze), Aufwertung Kastanienhof und Einrichtung eines Kinoraumes in der E.-O.-Plauen-Grundschule, Innenhofgestaltung Block 100
Richtungsweisende Projekte
- Bildungsinitiative Mariannenplatz: Förderung Sprachkompetenz, Elternaktivierung und -partizipation, Zusammenarbeit zw. Jugendhilfe und Schule
- Projekt Arbeitslotsen (niedrigschwelliges Projekt von und für Jugendliche)
- Jugendprojekt Protection05 – Ausbildung von Jugendlichen zu Sicherheitsfachkräften (in Kooperation mit der Fa. Securitas)
Entstandene Netzwerke
- Mütter ohne Grenzen (Mütter gegen Drogendealerei - im Mehrgenerationenhaus Wassertorstraße)
- Aktivierung der Bewohner in der Mariannenplatzrunde (Akteure, Träger, Bewohner) / Campus Marianne (Beteiligung QM, Federführung Jugendamt)
- Netzwerk Myfest
Handlungskonzepte


In den Berliner Quartiersmanagementgebieten werden integrierte Handlungskonzepte unter Einbeziehung der Bewohner und Bezirke durch die Quartiersbeauftragten erarbeitet. Sie werden jährlich angepasst und fortgeschrieben. Zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle werden die einzelnen durchgeführten Maßnahmen jährlich bewertet. Es formuliert die wichtigsten Aufgabenfelder und die Ziele, welche mit Blick auf eine positive Quartiersentwicklung erreicht werden sollen.
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