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QM Mehringplatz


Zur Wohnsituation

Das Gebiet Mehringplatz ist nördlich begrenzt von der E.T.A-Hoffmann-Promenade, der Friedrich- und der Hedemannstraße, westlich von der Stresemann- und der Wilhelmstraße. Südlich ist es begrenzt vom Halleschen Ufer und der Gitschiner Straße; die östliche Grenze bildet die Lindenstraße. Der Mehringplatz liegt im nordwestlichen Teil von Berlin-Kreuzberg. Er bildet den südlichen Endpunkt der Friedrichstraße. Sein Kennzeichen ist ein Brunnen mit der 1843 errichteten Friedenssäule (Wikipedia). Jüdisches Museum, Checkpoint Charlie, Anhalter Bahnhof: zahlreiche Anlaufpunkte findet man in näherer Umgebung. Das Gebiet selbst prägen neben einigen Altbauten Hochhäuser, überwiegend errichtet nach 1960, im so genannten sozialen Wohungsbau.

Zur sozialen Situation

Die Lebens- und Wohnsituation der Bewohner und Bewohnerinnen des Gebietes ist durch starke ökonomische und soziale Belastungen gekennzeichnet. 98 Prozent der Schüler und Schülerinnen haben Migrationshintergrund. Ausgeprägt ist die prekäre Einkommenssituation: 22 Prozent der erwerbsfähigen Bewohner und Bewohnerinnen sind arbeitslos, 24 Prozent leben von Sozialhilfe. Neben den größten Nationalitäten der Deutschen und Türken leben viele Menschen vom Balkan, aus Polen, den Staaten der GUS sowie aus Asien und den Arabischen Staaten am Mehringplatz.

Übersichtskarte Mehringplatz

Wann wurde QM eingerichtet?

Seit Juni 2005 gibt es Quartiersmanagement. Träger ist Kunstwelt e.V. - ein gemeinnütziger Verein am Mehringplatz. Das Vorortbüro befindet sich in der Friedrichstr. 1.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Integrative Angebote für alle Bewohner und Bewohnerinnen schaffen, zur  Orientierung, zur Entwicklung neuer Perspektiven und von Eigeninitiative
  • Bildungschancen erhöhen
  • Verbesserung des Wohnumfeldes

Was wurde erreicht?


  • Bewohnertreff: im Vor-Ort-Büro treffen sich Bewohner bspw. zum Frauenfrühstück und zu Gesellschaftsspielabenden
  • Mitte 2005: Quartiersrat  und Bürgerjury
  • EUROPAFESTIVAL als imageaufwertende und standortprofilierende Maßnahme zur Gebietsentwicklung, Einbindung der Gewerbetreibenden, Etablierung als regelmäßiges Event
  • Kiezzeitung "franz", erscheint zwölfmal im Jahr (Redaktionsräume kostenlos zur Verfügung gestellt durch den Eigentümer EUCAL)
  • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: 2007 Eröffnung Boulebahn im Theodor-Wolff-Park; Blumenkübelallee in der Fußgängerzone; Pfad der Visionäre – 27 Bodentafeln, eingelassen in die Fußgängerzone; Mobiliar für einen Elterntreffpunkt in einer Kita; Pflanzaktion mit Grundschulkindern im Theodor-Wolff-Park; Audioguide-Geräte für Führungen durch den Kiez, entleihbar im Vor-Ort-Büro (Audioguide-CD von Schülern der Galilei-Grundschule)

Richtungsweisende Projekte

  • Open-Air-Veranstaltung mit Kino und Langer Tafel mitten auf dem Mehringplatz
  • Street-Soccer-Turnier
  • Kiezchor und Kiezkabarett - tragen zur Imageverbesserung bei
  • Trinker-Toilette - Das Gartenbauamt hat zusätzlich zu der aus dem QF2 finanzierten und von der GEWOBAG beantragten Dixi-Toilette Bänke und Mülleimer aufgestellt. Der in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten entstandene Aufenthaltsort, alternativ zum Mehringplatz, ist für die Betroffenen ein fester Kiezbestandteil geworden. In Kooperation mit der BVG sind außerdem nicht benötigte Wartehäuschen als Unterstellmöglichkeit hinzugekommen.

Entstandene Netzwerke

  • Elternnetzwerk an der Galilei-Grundschule
  • Kooperation mit den Stadtteilmüttern
  • Kita-AG - Zusammenarbeit mit der Grundschule; durch QM initiiiert und organisiert, trifft sich alle zwei Monate
  • Seit Mitte 2005: Kiezrunde - tagt einmal im Monat, es wird Kinderbetreuung durch die Stadtteilmütter angeboten

Geheimtipp im Quartier


Der Pfad der Visionäre: 27 Bodentafeln, die in den Gehweg der Fußgängerzone der Friedrichstraße eingelassen sind,  präsentieren stellvertretend für jedes Mitgliedsland der Europäischen Union visionäre Gedanken großer Europäer. Lesen Sie hier mehr...

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