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QM Mehrower Allee


Hochhaus
Foto: Weeber & Partner

Zur Wohnsituation

Das Präventionsgebiet Mehrower Allee ist ein typisches Plattenbaugebiet in Stadtrandlage und Teil der Großsiedlung Marzahn im Bezirk Marzahn-Hellersdorf. Es wird durch die Märkische Allee im Westen, die Mehrower Allee im Norden, die Raoul-Wallenberg-Straße im Süden und den Bürgerpark im Osten begrenzt. Das Viertel ist geprägt durch zehn- oder elfgeschossige Gebäude, die große grüne Innenhöfe umschließen, einzelne Hochhäuser mit 18 oder 21 Geschossen und sechsgeschossige Bauten. Viele Häuser sind bereits saniert. Das Viertel ist Ende der 70er / Anfang der 80er Jahre entstanden und wurde durch vereinzelte Neubaumaßnahmen in den 90er Jahren ergänzt. Der angrenzende Bereich Ringkolonnaden ist Stadtumbaugebiet.

Zur sozialen Situation

Im Quartier leben circa 9.000 Einwohner. Der Anteil älterer Menschen ist sehr hoch. Dennoch ist die Bevölkerungsstruktur im Viertel gut gemischt. Junge Familien schätzen hier die Kitas und Schulen mit ihrem guten Ruf. Unter den Neuzugezogenen sind viele Spätaussiedler aus Russland. Sie stellen im Viertel mittlerweile knapp ein Fünftel der Bevölkerung. Vor allem die mittlere Generation unter ihnen integriert sich auf Grund mangelnder Sprachkenntnisse schwerer in das neue Umfeld. Circa 17 Prozent der Bewohner sind von Arbeitslosigkeit betroffen.

Übersichtskarte Mehrower Allee

Wann wurde QM eingerichtet?

Im Sommer 2005 wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf ein Quartiersmanagement eingerichtet. Träger ist Weeber + Partner Instituf für Stadtplanung und Sozialforschung. Das Vor-Ort-Büro befindet sich in der Alfred-Döblin-Straße 2A.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Sprachkurse
  • Motivation zu Bildung und Integration
  • Beratungen für spezielle Zielgruppen und für Familien
  • gezielte Freizeitangebote, Nachbarschaftshilfe, Konfliktschlichtung zwischen Nachbarn und verschiedenen Generationen
  • Joborientierung, Beratung und Information über Programme und Möglichkeiten
  • aktives Stadtteilleben erhalten bzw. wieder aufbauen

Was wurde erreicht?


  • Gemeinschaftsraum in der Kiezsporthalle
  • seit Mai 2006: Quartiersbeirat
  • November 2005: Aktivierende Bewohnerbefragung
  • seit 2006: Kiezzeitung "Kiezblick" - erscheint viermal im Jahr, als Einlage zur auflagenstarken Marzahn-Hellersdorfer Zeitung
  • Beispiele für Wohnumfeldverbesserung: Schüler-Eltern-Lehrer-Projekt Schulhof - gemeinsame Aufwertung und Neugestaltung des Schulhofes in der Karl-Friedrich-Friesen-Grundschule; Garten der Begegnung - Aufwertung des Gartens und Bau eines Gemeinschaftshauses zur Erweiterung der Freizeitmöglichkeiten

Richtungsweisende Projekte

  • Balkonwettbewerb: Gemeinschaftsprojekt der im Quartier ansässigen Wohnungsunternehmen und des Quartiersmanagements
  • Nachbarschaftshelferinnen
  • Kiezschaufenster: Kunst und Informationen aus der Nachbarschaft für alle, im Durchgang Märkische Allee / Raoul-Wallenberg-Straße
  • Pflanzfeste im Hochzeitspark Marzahn-Hellersdorf

Entstandene Netzwerke

  • Netzwerk Nachbarschaften
  • Mitgliedschaft im Begleitausschuss zum Lokalen Aktionsplan gegen Fremdenfeindlichkeit und Rechtsextremismus in Marzahn-Mitte
  • "Hochzeitspark Marzahn-Hellersdorf" (Stadtumbau Ost)

Fotoimpressionen