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Dobri Djen und Guten Tag! - Aus Mitbewohnern werden Nachbarn


Marzahn NordWest ist in den vergangenen Jahren zur Heimat für viele Russlanddeutsche geworden. Einer der Schwerpunkte der Arbeit der QuartiersAgentur zielt deswegen darauf ab, Alteingesessene und Zugezogene zusammen zu bringen.

Im Berliner Deutsch-Russischen Tschechow-Theater ist dieses Prinzip bereits verwirklicht. Alle Stücke werden in Deutsch und Russisch aufgeführt, auch die Schauspieler kommen aus verschiedenen sprachlichen Gebieten.

Mit der "Sprachoffensive für Aussiedler und Migranten" der QuartiersAgentur sollen Bewohner, die nicht Deutsch als Muttersprache sprechen, besser an Kurse und Weiterbildungsmöglichkeiten herangeführt werden. Dann können sie sich auch besser orientieren und andere Beratungsangebote nutzen.

Tanzgruppe beim Stadtteilfest
Tanzgruppe beim Stadtteilfest
Foto: QM

Ein Höhepunkt ist jedes Jahr das Fest "Fünf Kontinente zu Gast in Marzahn NordWest", bei dem einheimische und internationale Künstler die Bewohner mit Musik, Tanz und Gesang begeistern.

Trotz sinkender Geburtenzahlen gibt es im Stadtteil noch immer viele Kinder und Jugendliche. Sie finden in Klubs und Freizeiteinrichtungen, die das Quartiersmanagement unterstützt, sinnvolle Beschäftigung bei Sport, Musik oder kreativer Betätigung. Sie erhalten Hilfe bei schulischen Problemen oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz und sie werden zu Toleranz und friedlichem Umgang miteinander erzogen. Das Toleranztraining beginnt schon in den Grundschulen und wird in den Oberschulen weiter geführt.

Boxtraining im Projekt "Boxen statt Gewalt"
Boxtraining im Projekt "Boxen statt Gewalt"
Foto: QM

Im integrativen Boxzentrum lernen Jugendliche, wie sie Aggressionen und Frust sportlich kompensieren können. "Boxen statt Gewalt" steht deshalb auch als Motto an der Wand. Doch es wird dort nicht nur geboxt, es werden auch andere Sportarten angeboten wie Gymnastik oder Fitnesskurse, denn die Halle steht generationsübergreifend allen Bewohnern des Stadtteils zur Verfügung.