Veranstaltungen
Aktion für Bedürftige und Obdachlose
Kulturhistorische Schnitzeljagd mit Eberhard Elfert
Extra-Vorstellung des Improvisationstheaters
Führung in Berlin Neukölln (Rixdorf) mit Reinhold Steinle
Oberschöneweide


1999 wurde das Quartiersmanagement (QM) Oberschöneweide eingesetzt, um den Stadtteil zwischen Spree und Wuhlheide bei seinem Wandlungsprozess zu begleiten und die Abwanderung der Bevölkerung zu stoppen. Mithilfe des Programms „Soziale Stadt“ und unter Beteiligung von engagierten Bürgerinnen und Bürgern, Gewerbetreibenden und ihren Vertretungen, Vereinen und Initiativen, Kitas, Schulen und Kirchengemeinden wurden positive Veränderungen erreicht, die die Lebens- und Wohnqualität im Stadtteil wesentlich steigern. Im Mittelpunkt standen die Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur, die Aufwertung des Wohnumfelds, Förderung von Bildungsangeboten und –einrichtungen, Gewerbebestandspflege und Standortprofilierung/ -marketing.
Gute Beispiele hierfür sind der Umbau der alten Turnhalle der VHS zu einem Veranstaltungsort, die Gestaltung der Christuskirche als Gemeindezentrum, die Einrichtung des interkulturellen Nachbarschaftstreffs Punto Común. Die seit 2001 über die Jahre gewachsenen, von zahlreichen Vereinen und Projekten getragenen Veranstaltungen: Stadtteilfest – Fest der Begegnung und die WeihnachtsACTION zählen zum festen Kanon im Schöneweider Jahresprogramm. Sie sollen künftig mit Sponsoring und Erwirtschaftung von Eigenmitteln finanziert und fortgeführt werden.
Zum 31.12.2009 ist die Gebietsfestsetzung gemäß § 171 e BauGB aufgehoben. Das Gebiet ist aus der Förderung entlassen.
Mit dem Bau neuer Spielplätze und der Gestaltung von Schulhöfen und Freiflächen wurden Spiel-, Sport- und Freizeitmöglichkeiten erheblich ausgeweitet. Häufig haben sich daran (sozial-)pädagogische Angebote für unterschiedliche Zielgruppen angegliedert, die die Betreuungs- und Bildungssituation im Stadtteil verbessern. Der Bereich Bildung und Erziehung stellte ein Schwerpunktthema des Quartiersmanagements dar. U.a. wurden Gemeinschaftsprojekte der Schulen im Stadtteil unterstützt (Broschüre: 7 Schulen im Kiez, Sportfeste, Adventbazare etc.), Kitas und Schulen partizipierten gemeinsam an Lernprogrammen (z.B. „Der kleine Stern“, „Lernhaus“), Schulstation, Elternvertretungen und Fördervereinen wurden bei ihren Aktivitäten zur Verbesserung der Schulsituation unterstützt.
Im Bereich der lokalen Ökonomie wurden – zusätzlich mithilfe des Programms „Lokales Kapital für soziale Zwecke (LOS)“ – vielfältige Aktivitäten und Initiativen gefördert. Ein Schwerpunkt dabei war die Qualifizierung von benachteiligten Gruppen (ausbildungslose Jugendliche, arbeitslose Frauen, ausländische Gewerbetreibende) sowie die Unterstützung des Kleingewerbes bei Werbeaktivitäten u.ä.. Für ein neues, positives Standortimage und zur Standortprofilierung wurden in den letzten Jahren etliche Kooperationsprojekte mit der FHTW Berlin initiiert und durchgeführt, die aus den Bereichen Kommunikationsdesign und Industriegeschichte neue Impulse für den Stadtteil gebracht haben. Weiterhin wurden der Zusammenschluss und Ge-meinschaftsaktivitäten von Gewerbetreibenden gefördert sowie die Teilnahme am Wettbewerb „MittendrIn Berlin! Die Zentren-Initiative“ unterstützt. Der Beitrag der Standortgemeinschaft „Schöneweide – Energie im Fluss“ war Preisträger im Wettbewerb 2006 und wurde an einem Wochenende im September mit zahlreichen Partnern (u.a. Schulen, Jugendeinrichtungen, FHTW Berlin) umgesetzt.
Als herausragende Beispiele für Gewerbe-Neuansiedlung und Wiederbelebung alter Industriebauten sind das "Kultur- und Technologiezentrum Rathenau", das „Atelier- und Gründerzentrum Haus 79“ und die "Erlebnisfabrik Spreehöfe" zu nennen. Hier wurden durch das Quartiersmanagement Aktivitäten und teilweise Investitionen gefördert, die notwendig sind, um die „Konversion“ und neue Nutzungen zu ermöglichen
Die Handlungsschwerpunkte des Quartiersmanagements und Förderprioritäten für Projektvorschläge wurden über ein gestuftes Beteiligungsverfahren entwickelt und abgestimmt. Das Engagement und die Mitwirkung der lokalen Akteure erfolgte in unterschiedlichen Formen, z.B. in Themen-Arbeitsgruppen, Quartiersrat, Vergabegremien, Quartiersforen u.ä.. Diese über die Jahre gewachsene Kommunikations- und Beteiligungsstruktur stellt bei der Überleitung des Quartiersmanagements in das bezirks- und bewohnergetragene Verfahren eine gute Grundlage für den weiteren Prozess und Einbeziehung der Beteiligten dar.
Rund 4,5 Mio Euro Fördermittel sind aus dem Programm Soziale Stadt in das Quartier geflossen; damit wurden über 300 größere und kleinere Projekte finanziert. Bei mehreren Großprojekten (z.B. Marktplatz, Stadtplatz, Kita-Neubau) war der Mitteleinsatz Soziale Stadt die Initialzündung für den umfangreichen Ressourceneinsatz aus anderen Förderprogrammen (z.B. Städtebauförderung/ Sanierung, Städtebaulicher Denkmalschutz).
Starke Entwicklungsimpulse werden von der Ansiedlung der Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHTW) Berlin erwartet, die seit Wintersemester 2006 mit dem Campus Wilhelminenhof in Oberschöneweide vertreten ist und bis zum Jahr 2010 mit rund 6 000 Studierenden vor Ort sein wird. Ein weiteres wichtiges Projekt für die Stadtteilentwicklung stellen die „Schauhallen Berlin“ dar, die als Zentrum für zeitgenössische Kultur mit Museen, privaten Kunstsammlungen und Galerien eingerichtet werden und internationale Attraktivität erhalten sollen.
Durch all diese Projekte und Maßnahmen sowie im Zusammenwirken vieler Akteure entwickelt sich der städtebaulich überaus interessante Stadtteil Oberschöneweide, nicht zuletzt auch durch die Erschließung des Spreeufers mit dem neuen Stadtplatz und der neuen Fußgängerbrücke Kaisersteg wieder zu einem lebenswerten Wohnquartier und zukunftsorientierten Standort.
Seit Beginn des Quartiersmanagements im Jahr 1999 ist die Anzahl der Bewohner um 1 400 Personen (+28 %) gestiegen, was u.a. auf die Sanierung und Leerstandsbeseitigung in zahlreichen Altbauten zurückzuführen ist. Die Verbesserung des Wohnungsangebots und der öffentlichen Infrastruktur hat zum Zuzug jüngerer Haushalte geführt und die Anzahl der Kinder unter 6 Jahren hat sich seit 1999 nahezu verdoppelt (+48 %). Der Anteil nicht-deutscher Bewohner – vorwiegend aus südosteuropäischen und asiatischen Herkunftsländern – blieb über die Jahre kontant bei 9 %.
Mit der Überleitung des Quartiersmanagements in das bezirks- und bewohnergetragene Verfahren endet 2007 die Tätigkeit des Vorortteams, das als Kooperation der beauftragten STATTBAU Stadtentwicklungsge-sellschaft mbH mit der arbeitsgruppe gemeinwesenarbeit und stadtteilplanung –argus- GmbH seit 1999 gearbeitet hat. Dem Bezirk Treptow-Köpenick kommt nunmehr die Aufgabe zu, die Bewohnerinnen und Bewohner, sonstige Engagierte und Aktive an der weiteren Stadtteilentwicklung zu beteiligen. Wichtige Voraussetzungen hierfür wurden bereits geschaffen, indem der Bezirk Räume für die Einrichtung eines Kiezbüros kostenlos zur Verfügung stellen wird. Das in der Trägerschaft eines lokalen Vereins geführte Kiezbüro erhält bis Ende 2008 Förderung aus dem Programm Soziale Stadt, um als Geschäftsstelle für die Bürgerbeteiligung und als Mittler zwischen dem Stadtteil und dem Bezirk zu wirken.
Weitere Informationen:
www.qm-osw.de
www.kiez-sw.de
Entwicklungspartnerschaft Oberschöneweide




Für die Dauer von drei Jahren fördert seit Oktober 2009 das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) im ESF-Bundesprogramm "Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)" die Entwicklungspartnerschaft Schöneweide mit dem Projekt: "Industriekultur als Ressource. Nutzung und Vernetzung wirtschaftlicher, kultureller und kreativer Potenziale".
Träger
Träger des Projektes ist die Entwicklungspartnerschaft Schöneweide, eine Kooperation von arbeitsgruppe gemeinwesenarbeit und stadtteilplanung argus gmbh, Planergemeinschaft Dubach, Kohlbrenner und STATTwerke Consult GmbH, die langjährig im Bereich der Stadtentwicklung und -erneuerung in Schöneweide sowie im Quartiersmanagement Oberschöneweide tätig sind. Anknüpfend an diese Arbeitserfahrungen wird das BIWAQ-Projekt die Stadtteil- und Standortentwicklung bis zum Jahr 2011 weiter stärken.
BIWAQ
Das ESF-Bundesprogramm "Soziale Stadt – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier (BIWAQ)" ist ein ergänzendes arbeitsmarktpolitisches Instrument, das vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung im Rahmen der Städtebauförderung für "Stadtteile mit besonderem Entwicklungsbedarf – Soziale Stadt" eingesetzt wird. Gefördert werden Projekte, die unter anderem Jugendlichen einen besseren Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt ermöglichen und – im Hinblick auf die Sicherung und Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen – die lokale Wirtschaft stärken.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten von biwaq-schoeneweide.de.







