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Pankstraße: Die Brücke über dem Fluss


Seit mehr als einem Jahr ist im Wedding ein ganz besonderer Ort zugänglich - und doch finden auch Bewohner nur selten ihren Weg dort hin.

Die Gemäuer der Wiesenburg, davor ein verwunschener Garten mit Skulptur, angrenzend die Panke.
Die Gemäuer der Wiesenburg heben sich vom sonstigen Stadtbild ab.

Das Flüsschen Panke zieht sich, von Bernau kommend, durch den ganzen Wedding, bis es schließlich in den Spandauer Schifffahrtskanal mündet. Schon in den fünfziger Jahren wurde entlang des Wassers ein Grünzug angelegt. Doch an einer Stelle, zwischen Pank- und Gerichtstraße, gab es bis vor kurzen kein Durchkommen. Denn das Gelände wird von der Trasse der Ringbahn durchschnitten. Ein weiteres Hindernis stellten die angrenzenden Privatgrundstücke dar. Auf der einen Seite des Flusses steht hier die neugotische "Wiesenburg", einst gebaut als Heim für Obdachlose. Gegenüber grenzen die Gewerbehöfe der Gerichtstraße 23 an das Ufer.

Die Panke, eingebettet zwischen Ufergemäuer und Feuchtwiesen.
Von Bernau aus schlängelt sich die Panke bis zum Wedding.

Als die Bahn die S-Bahn-Trasse wieder in Betrieb nahm, konnte ein Tunnel mit ausreichend Platz für Radfahrer und Fußgänger gebaut werden. In einem Workshop im Jahr 2002 entwickelten deutsche und französische Studenten dann Konzepte für den Uferweg, 2005 wurde mit dem Bau begonnen.

Damit der Weg von einer Uferseite auf die andere wechseln kann, führt jetzt eine kleine Brücke über den Fluss. Der Gewerbehof reicht an einer Stelle bis ans Ufer. Deswegen wird der Weg hier in Form einer Arkade durch das Gebäude geführt.

Feuchtwiese bepflanzt mit Sträuchern und Bäumen.
Verwunschene Orte laden zum Verweilen und Träumen ein.

Wer heute den Pankeweg entlang geht, kommt an einen idyllischen, beinahe verwunschenen Ort mitten in der Großstadt: Sitzgelegenheiten laden zum Verweilen ein, einige Stege führen durch die kleine Feuchtwiese, die bei Hochwasser als Rückhaltebecken dient.

Gegenüber erblickt man die teilweise verfallenen Gemäuer der Wiesenburg, die so ganz anders aussieht, als die großen Weddinger Mietshäuser. Fährt oder wandert man von hier aus weiter, gelangt man bis zur Quelle der Panke im etwa 25 Kilometer entfernten Bernau.

Der Pankegrünzug ist von den S-Bahnhöfen Wedding und Humboldthain aus zu erreichen. Zugang über die Pank- oder Gerichtstraße.

Text: Benjamin Leven, Christian Luchmann; Fotos: Benjamin Leven