Veranstaltungen
Aktion für Bedürftige und Obdachlose
Kulturhistorische Schnitzeljagd mit Eberhard Elfert
Extra-Vorstellung des Improvisationstheaters
Führung in Berlin Neukölln (Rixdorf) mit Reinhold Steinle
Es lebe die Phantasie! - Gestaltungsfreiräume in Europas größter Neubausiedlung


Die Stadtteile im Nordosten Berlins waren mit ihren neuen Wohnungen, den vielen Kindereinrichtungen und günstigen Verkehrsverbindungen zu DDR-Zeiten gerade bei jungen Familien heiß begehrt. Der Traum vom eigenen Häuschen oder einer Wohnung in der City ließ nach der Wende viele Bewohner wegziehen. Leerstand war die Folge, ebenso wie verwaiste Kitas. Sie wurden für Kinder- und Jugendprojekte sowie Nachbarschaftstreffs umgebaut oder auf ihren Flächen Gärten angelegt.
Graffitis sorgen im Allgemeinen für Ärger. In Marzahn Nordwest jedoch wird das Besprühen kahler Wände mit bunter Farbe von der QuartiersAgentur sogar gefördert. Fantasievolle Bilder, die manchmal kleine Geschichten erzählen, beleben nun den Barnimplatz, zwei Turnhallen im Kiez sowie die Fußgängerbrücke am S-Bahnhof Ahrensfelde. Viele Bewohner kümmern sich um das Grün vor der Tür, pflanzen und pflegen Blumen und Gehölze und haben sich kleine Erholungsinseln geschaffen, wo sie sich zum Feiern treffen oder einfach nur zu einem Schwatz am Abend.
Auch Künstler haben den Stadtteil für sich entdeckt: für das Projekt "angeeckt" ziehen seit 2001 Akteure aus verschiedenen Ländern mit ihren Fotos, Filmen, Installationen und Programmen in einen Elfgeschosser ein. Andere haben mit Jugendlichen im Grünzug am Seelgraben die "Jahrtausendtore" entworfen, gebaut und aufgestellt. Sie symbolisieren Wünsche, Hoffnungen und Träume der jungen Leute, umgesetzt in Farbe und Ton.
Spielplätze gibt es ausreichend, in jedem Wohnhof können sich die Steppkes austoben. Doch viel spannender sind Abenteuerspielplätze, von denen es je einen im Stadtteil Nord und West gibt. Mit Quartiersfondsgeldern wurde eine Holzwerkstatt auf dem Gelände des Abenteuerspielplatzes West eingerichtet.
Eine ehemalige Kita wird als "Haus der Beratung und interkulturellen Kommunikation" genutzt, in der neben einem Schülerklub und einem Stadtteiltreff auch eine sozialpädagogische Beratungsstelle und "AoA", die Beratungsstelle für Aussiedler, eingezogen sind.
Die Ideen und das Engagement der Bewohner sind gefragt. Ob im Quartiersrat, in der Vergabejury für den Aktionsfonds, dem Bewohnerbeirat, dem Freien Forum der Aussiedler oder dem Quartiersstammtisch – überall mischen sie mit und packen auch kräftig mit an, wenn Bäume gepflanzt, Bänke aufgestellt oder Wände gestrichen werden müssen.








