QM Rollbergsiedlung



- Skulptur "Sonne" - das Wahrzeichen vom Rollbergviertel
Foto: QM Reuterplatz
Zur Wohnsituation
Die Rollberg-Siedlung ist ein Wohnquartier mitten in Nord-Neukölln - zentral gelegen und dennoch ruhig. Die Siedlung wird im Westen von der Hermannstraße, im Osten von der Bornsdorfer, im Norden von der Rollbergstraße und im Süden vom Mittelweg begrenzt. In ihrer heutigen Gestalt ist die Siedlung das Ergebnis einer Flächensanierung in den 1960er und -70er Jahren. 1967 erfolgte die Grundsteinlegung für die so genannten "Mäanderbauten" im östlichen Teil des Gebietes. Auf großes Interesse stieß vor allem die Wiederentdeckung der Blockstruktur, der charakteristischen Ringbauten mit umlaufenden Erschließungsgängen, begrünten Innenhöfen und sogenannten High-Decks zwischen den Häusern, unter denen sich Garagen befinde
Zur sozialen Situation
Nahezu 5.300 Menschen leben hier, mehr als die Hälfte von ihnen hat einen Migrationshintergrund. Ein Viertel der Bewohner ist jünger als 18 Jahre alt. Von diesen bilden türkischstämmige Kinder und Jugendliche die größte Gruppe, dicht gefolgt von der arabischstämmigen Gruppe. Etwa die Hälfte der Einwohner bezieht Transfereinkommen, ist also Arbeitslosengeld II-Empfänger bzw. erhält ergänzende Hilfen zum Lebensunterhalt. Ein Großteil der Bewohner lebt unterhalb der Armutsgrenze, Kinderarmut ist vorherrschend.
Wann wurde QM eingerichtet?
Seit 1999 arbeitet das Quartiersmanagement. Träger ist (seit Januar 2007) die Brandenburgische Stadtentwicklungsgesellschaft (BSG). Das Vorortbüro befindet sich in der Falkstraße 25.
Was waren die wichtigsten Aufgaben?
Gesellschaftliche Integration durch ausreichende Bildung und Ausbildung nicht nur für die nachwachsende Generation; Förderung von Engagement und Initiative der Bewohner und Bewohnerinnen; Gestaltung eines nachbarschaftlichen Miteinanders unterschiedlicher Herkünfte und Glaubensrichtungen.
Was wurde erreicht?


- Seit 2006: Quartiersbeirat und Quartiersfondsjury
- 2008: Projektbroschüre, Neuauflage in 2010
- dichtes Netz ehrenamtlich tätiger Menschen und Akteure - auch als Ergebnis von QM seit 1999
- Medienstandort Rollbergsiedlung: Kiezzeitung Rollberginfo, erscheint alle zwei Monate und Videoprojekt "Kids Kietz News"
- seit 2001: Gemeinschaftshaus Morussraße (Träger Förderverein MORUS 14)
- Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Gemeinschaftshaus Morus: Das Gemeinschaftshaus wurde 2001 mit Mitteln des Programms "Soziale Stadt", der Wohnungsbaugesellschaft STADT UND LAND, des Arbeitsamtes und des EU-Programms LOS (Lokales Kapital für Soziale Zwecke) saniert; neuer Wasserspielplatz im Kinder- und Jugendzentrum Lessinghöhe sowie Anschaffung von Fitnessgeräten; neue Kücheneinrichtungen für die Mädcheneinrichtung MaDonna Mädchenkult.Ur e.V. und die Kindertagesstätte Mini Mix International; Neugestaltung des gemeinsamen Schulhofes der Kielhorn-/ Zuckmayerschule; neue Spielgeräte für die Kita St. Clara
Richtungsweisende Projekte
- "Mieter kochen für Mieter" im Gemeinschaftshaus
- Familienkompetenzzentrum (konzipiert durch das Wohnungsbauunternehmen STADT und LAND, die Kiez-AG und das Quartiersmanagement): Bildungszentrum und Anlaufstelle für alle Ratsuchenden in Erziehungsfragen. Darüber hinaus fungiert es als Koordinierungsstelle aller bereits vorhandenen Angebote und Träger auf diesem Sektor.
- Sprachfrühförderung für Kitakinder
- "Starke Frauen - Starker Kiez" /Frauenfrühstück
- "Stadtteilmütter" (seit 2007)
- Rollberger Kinderdschungel- bzw. club und Märchenschatz vom arabischen Kulturinstitut AKI e. v.: wird seit November 2004 über "Soziale Stadt" gefördert
- Terrassengespräche (2009, initiiert von Quartiersmanagement, Mieterbeirat und STADT UND LAND); auf den Freiflächen vor den Hauseingängen konnten die Mieter bei Kaffee und Kuchen miteinander ins Gespräch kommen
- Sommeruni 2009 und 2010: Drei Wochen lang lernen, spielen und Spaß haben rund um den Falkplatz - Ferienprogramm der ortsansässigen Kinder- und Jugendeinrichtungen MaDonna Mädchenkultur, Lessinghöhe und arabisches Kulturinstitut A.K.I.; Herausgabe einer Broschüre durch QM
- Ausstellung im Museum Neukölln zum Thema "Wie Zusammen Leben - Perspektiven aus Nord-Neukölln", gemeinsames Projekt der benachbarten Quartiere Schillerpromenade, Flughafenstraße und Körnerpark. Das Quartiersmanagement war federführend bei der Erstellung des Begleitprogramms
Entstandene Netzwerke
- Stadtteilmütter
- Sommeruni - Gemeinschaftsprojekt aller Kinder- und Jugendeinrichtungen
- Modellprojekt "Sauberer Kiez": federführend durch STADT UND LAND sowie BSR, BR (Berlin-Recycling), QM, Beschäftigungsträger, Mieterbeirat)
- Netzwerk Schülerhilfe: Das Netzwerk Schülerhilfe im Rollberg wurde am Berliner Integrationstag 2005 für seine Arbeit ausgezeichnet. Es ist beispielhaft für das vielfältige Engagement freiwilliger Helfer im Rollberg, die nicht nur Hausaufgaben betreuen, sondern auch kochen, beraten, übersetzen, weiterbilden, organisieren, filmen und Spenden sammeln
- Kiez AG: informelles Netzwerk von Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen und Akteuren im Rollberg
Fotoimpressionen
















