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Schillerpromenade: Soldaten, Düsenjets und Sonnenuntergänge


Eine Bank lädt zum Verweilen ein.
Eine Bank lädt zum Verweilen ein.
Foto: U. Hömberg

Mitten in Berlin eine freie Aussicht haben, kilometerweit und nebenher ein bisschen Fernweh entwickeln beim Anblick startender Flugzeuge... das ist zwar vorbei, aber der Fernblick bleibt...vorerst. Im Schillerkiez im Norden Neuköllns ist ein Bänkchen montiert, das selten ohne Besucher bleibt. Morgens sind es die Hundefreunde, mittags dient das Bänkchen zum Verweilen und gegen Abend schmust das ein oder andere Pärchen.

Geschichtliches


Das Flughafengelände früher.
Das Flughafengelände früher.

Das Tempelhofer Feld, auf dem der Flugplatz liegt, diente seit 1722 als Exerzierplatz des Militärs. Einhundert Jahre später  gehörte es zu den beliebtesten Ausflugszielen der Stadt.  Auf der "größten Liegewiese Berlins" wurden militärische Paraden, Sportfeste, Pferderennen und Attraktionen wie die Flugexperimente der Gebrüder Wright geboten. Ab 1923 befand sich hier der Berliner Zentralflughafen. Das NS-Regime erweiterte ihn zum Weltflughafen, der vor allem militärischen Zwecken dienen sollte. Die Blockade 1948/49 machte den Flughafen weltberühmt. Alle drei Minuten landete ein "Rosinenbomber", um die Bevölkerung mit lebenswichtigen Gütern zu versorgen.

Gegenwärtiges


Das Café Selig.
Das Café Selig.
Foto: U. Hömberg

Mit der Eröffnung des Flughafens Tegel und der Verlagerung des gesamten zivilen Luftverkehrs wurde es vorübergehend ruhiger im Schillerkiez und man überlegte schon damals, das Gelände anders zu nutzen.

Einen Ausflug zum Ausblick kann man gut mit einem kleinen Spaziergang zum Café Selig, direkt an der Genezareth-Kirche (Herrfurthplatz) verbinden. Dann sieht man auch noch etwas vom grünen Schillerkiez, der sich rund um die prächtige Schillerpromenade erstreckt.

Text: U. Hömberg