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QM Schillerpromenade


Zur Wohnsituation

Die Schillerpromenade liegt im Norden Neuköllns und wird im Osten von der Hermannstraße, im Westen vom Flugfeld des ehemaligen Flughafens Tempelhof, im Norden von der Flughafenstraße, dem verlängerten Columbiadamm und im Süden vom südlichen S-Bahnring begrenzt.  Das Gebiet ist geprägt durch ein gründerzeitlich homogenes städtebauliches Ensemble mit dem Grünzug der Schillerpromenade; auf den ersten Blick erscheint das Gebiet als ein typisches Berliner Altstadtquartier.

Zur sozialen Situation

In der Schillerpromenade leben 20.850 Menschen (Stand 30.12.2008). Etwas mehr als die Hälfte der Bevölkerung weist einen Migrationshintergrund auf. Einwanderer aus der Türkei stellen mit  etwa 30 Prozent die größte Gruppe dar. Über 40 Prozent der Einwohner beziehen Transfereinkommen - sind somit Empfänger von Arbeitslosengeld II bzw. erhalten ergänzende Hilfen zum Lebensunterhalt. Über 90 Prozent der Schüler der drei im Sozialraum liegenden Schulen kommen aus Familien mit Migrationshintergrund.

Übersichtskarte Schillerpromenade

Statistik:

  • Einwohner: 20.853
  • Fläche: 95 ha

(Stand: 31. Dezember 2008)

Wann wurde QM eingerichtet

Seit 1999 arbeitet das Quartiersmanagement-Team der Brandenburgischen Stadterneuerungsgesellschaft BSG mbH. Das Vor-Ort-Büro der BSG in der Schillerpromenade 10 besteht jedoch bereits seit 1989. Es war seinerzeit vom Bezirksamt Neukölln eingerichtet worden, um durch die Präsenz mitten im Gebiet und eine gezielte Beratung die Bereitschaft der Eigentümer und Mieter zu fördern, an der Verbesserung der Wohnqualität und des Wohnumfeldes mitzuwirken.

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

Zu Beginn der Arbeit standen vor allem Projekte zur Neugestaltung des öffentlichen Raumes sowie Neubaumaßnahmen zur Verbesserung der Infrastruktur im Mittelpunkt. Es folgten die Themen Bildung, Schule und Integration. Ein besonders wichtiges Anliegen des Quartiersmanagements ist es, die Mitwirkungsbereitschaft der Bewohner zu wecken. Diese sollen selbst entscheiden, was in ihrem Gebiet passiert und welche Maßnahmen und Projekte dazu beitragen, die Lebensqualität im Kiez zu verbessern.

    Was wurde erreicht?


    • Seit März 2006: Quartiersrat  (Umbenennung April 2010 Quartiersrat statt Quartiersbeirat) und Vergabejury
    • Seit 2003: Interkulturelles Elternzentrum - Träger Diakonisches Werk Oberspree e.V., entstanden nach bereits langjähriger enger Kooperation mit lokalen Migrantenvereinen und gemeinnützigen sozialen Einrichtungen 
    • Seit 2003: Interkulturelles Zentrum Genezareth und Café Selig
    • September 2006: Eröffnung Jugendclub Yo!22: auf ca. 5.000 Quadratmetern ehemals als Parkplatz genutzter Fläche entstanden neben einem eingeschossigen Pavillon für betreute Jugendarbeit ein Street- und ein Beachvolleyballfeld mit Tribüne sowie ein Grillplatz
    • Seit September 2005: Kiezzeitung "Promenadenpost", erscheint vierteljährlich
    • Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Umgestaltung der Schillerpromenade; Neugestaltung "Grüner Weg"; Anbau an das Kinderclubhaus "Am Tower"; Spielplatz Schillerpromenade / Selchower (Neugestaltung durch das bezirkliche Natur- und Grünflächenamt – Anwohnerbeteiligung (Diskussion / Befragung) organisiert durch QM; Außenspielgeräte, Beschäftigungsmaterialien für Schulstation der Hermann-Sander-Grundschule; Ausstattung des Familienzentrums an der Kita Warthestraße; Wasser- und Abenteuerspielplatz Bau-Dschungel  im Interkulturellen Kinder- und Elternzentrum "Am Tower"

    Richtungsweisende Projekte

    • "Ein Stadtteil schwingt sich auf - Gesunde Kinder und kompetente Eltern in einem vernetzten Stadtteil" - Kita-Netzwerk, zahlreiche Angebote zur Bewegungsförderung sowie der Familientreff mit Lehrküche "Warthemahl"
    • seit 2003: Stadtteilmütter - entstanden im Rahmen der Bildungsangebote des Interkulturellen Elternzentrums (IEZ)sowie Esmeralda Familientreff e.V.  ; die Stadtteilmütter gewannen 2008 den Metropolis-Award: Der Metropolis Award wird an diejenigen Mitgliedsstädte verliehen, die herausragende und bemerkenswerte Maßnahmen zur Weiterentwicklung der Lebensqualität in den jeweiligen Städten ergriffen haben.
    • Projekt "Älter werden in der Schillerpromenade"
    • BIWAQ- Projekt – Zukunft aktiv! Von der Schule in den Beruf
    • "STÄRKEN vor Ort"-Projekt MuKile - Mütter und Kinder lernen gemeinsam (ein Projekt für Mütter aus den Quartiersmanagementgebieten Rollbergviertel, Körnerpark und Schillerpromenade)
    • Ausstellungsprojekt  "Wie zusammen leben - Perspektiven aus Nord-Neukölln"
    • Projekt "Schillerquartier – StartsUp" die zwischen | nutzungs | agentur berät und unterstützt Eigentümer und Raumsuchende
    • Zwischenraumnutzung "BONK" Bildungsoffensive Neukölln: Im Quartier Schillerpromenade stand eine große Anzahl von Ladeneinheiten leer, die an Anbieter aus dem (Aus-) Bildungsbereich vermietet wurden (2005 / 2006)
    • Hofbegrünungsprojekt  "Versteckte Orte - Schöne Höfe" (2010)

    Entstandene Netzwerke   

    • Task Force Okerstraße, Träger: Bezirksamt Neukölln: Streetworkprojekt in der Okerstraße, um schnell und umfassend für eine gute Nachbarschaft sorgen zu können, in Zusammenarbeit mit den Fachämtern des Bezirkes, dem örtlichen Polizeiabschnitt und dem Quartiersmanagement
    • KulturTatort Schillerkiez: Netzwerk im Namen der Kunst - 2008 auf Initiative der AG Kultur sowie dem QM Schillerpromenade entstanden, z.B. Kulturbingo und Führungen durch das Gebiet. Ein Kultur-Streetworker befragt dazu die Bewohner regelmäßig über ihre Wünsche und Anregungen für kulturelle Aktivitäten im Gebiet.
    • Lokales berufliches Orientierungszentrum (LBO), Träger ist der FVAJ - Förderverein für arbeitslose Jugendliche e.V. Berlin

    Geheimtipp im Quartier


    Mitten in Berlin eine freie Aussicht haben, kilometerweit und nebenher ein bisschen Fernweh entwickeln beim Anblick startender Flugzeuge... das ist zwar vorbei, aber der Fernblick bleibt...vorerst. Im Schillerkiez im Norden Neuköllns ist ein Bänkchen montiert, das selten ohne Besucher bleibt. Lesen Sie hier mehr...

    Fotoimpressionen