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QM Spandauer Neustadt


Zur Wohnsituation:

Das Quartier Spandauer Neustadt ist als gründerzeitliches Wohngebiet im Wesentlichen gekennzeichnet durch 4- bis 5-geschossige Blockbebauung. Sowohl der Wohnungs- als auch der Ladenleerstand sind trotz vergleichsweise geringer Mieten hoch.

Zur sozialen Situation:

Nach "Gebietsmonitoring Soziale Stadt" zählt es aufgrund seiner sozioökonomischen Datenlage (Transfereinkommensbezieherinnen und -bezieher, Arbeitslosenanteil, Schuldnerquote) zu den Gebieten mit mittlerem  Interventionsbedarf: 28 % der ca. 8.700 Bewohnerinnen und Bewohner bekommen Transferleistungen; ca. 12 % aller Bewohnerinnen und Bewohner - das entspricht  in etwa einer Arbeitslosenquote von rund 24 % - sind arbeitslos; die Schuldnerquote beträgt ca. 25 %  aller Einwohnerinnen und Einwohner über 18 Jahre.

Insbesondere an den Grundschulen kommt die soziale Problemlage deutlich zum Ausdruck: Mehr als 40 % der Schülerinnen und Schüler verlassen die im Gebiet liegende Hauptschule ohne Abschluss oder nur mit Hauptschulabschluss; Elternarbeit gestaltet sich oft schwierig. Im Rahmen der schulbezogenen Untersuchung einzelner Bildungsindikatoren gehört das Quartier zu den auffälligen Untersuchungsräumen.

Bestehende Einrichtungen für Kinder und Jugendliche wie die kommunale Einrichtung "Treffpunkt Lynarstraße", die Freizeitstätte "Koeltze" und der "Mädchenladen" (beide in freier Trägerschaft) sind teilweise räumlich unzureichend; darüber hinaus fehlen Spiel- und Bolzplätze sowie sonstige Frei- und Bewegungsflächen.

Wann wurde QM eingerichtet?

Seit Anfang Juli 2009 betreibt die S.T.E.R.N. GmbH das Quartiersmanagement Spandauer Neustadt. Als erster Schritt wurde ein neues Quartiersbüro in der Kurstraße 5 eingerichtet.

Was sind die wichtigsten Aufgaben?

Es existieren zwar zahlreiche Initiativen und freie Träger mit einer breiten Palette von bewohnerorientierten Angeboten, ihre Vernetzung und Kooperation untereinander ist derzeit jedoch unterdurchschnittlich ausgeprägt. Neben den erforderlichen stadträumlichen Aufwertungen soll durch Qualifizierung der Angebote sowie mehr Kooperation und Vernetzung der Institutionen eine größere Breitenwirkung für Bildung und Daseinsvorsorge im Rahmen des vorgesehenen Quartiersverfahrens erreicht werden.

Was wurde erreicht?


- seit September 2009: Quartiersrat