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Stadtteilplenum Moabit West


Kaum ein freier Platz beim Aprilplenum
Kaum ein freier Platz beim Aprilplenum
Foto: G. Backhaus

Mitte April tagte das Stadtteilplenum Moabit West zum vierten Mal. Die Veranstaltung im Nachbarschaftstreff "Stadtschloss Moabit" unter der Regie des Moabiter Ratschlag e.V. und des QM-Trägers S.T.E.R.N. GmbH stieß auf eine große Resonanz.

Thema: Das Projekt Nutzbar

Moabit nutzt seine Ressourcen - unter "Aktuelles aus dem Kiez" wurden zunächst die Projekte FAHRbar und BRAUCHbar des Moabiter Ratschlags, die zusammen unter dem Dachbegriff NUTZbar firmieren, von Matthias Schnauss vorgestellt. Hier werden Taschen aus Kaffeeverpackungen und Gürtel aus Fahrradschläuchen entworfen. Die Fahrradwerkstatt ist eine Selbsthilfewerkstatt, man wird unterstützt und kann auf kostenlose Ersatzteile zurückgreifen.

Thema: Gewaltprävention durch Fußball spielen

Frank Pannier, Jugendleiter des SC Minerva 93, eines alteingesessenen Moabiter Fußballclubs (93 steht für das Gründungsjahr 1893), der im Poststadion trainiert, berichtete von der Jugendarbeit seines Vereins. Rund 100 Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 16 Jahren spielen hier in sieben Mannschaften. Der Mitgliedsbeitrag ist mit 5 Euro pro Monat günstig. 2008 bekamen die ehrenamtlich tätigen Fußballer, die auch Schiedsrichter- und Trainerausbildungen anbieten und gerade eine FSJ-Stelle eingerichtet haben, einen Sonderpreis für Gewaltprävention, der ihnen durch den Präsidenten des Berliner Abgeordnetenhauses Walter Momper überreicht wurde.

Thema: Zukunftsplan für den Bezirk

Was soll in Mitte geschehen zur Zukunftsfähigkeit? Wie grün wird der Bezirk? Wie steht es um die Entwicklungsgerechtigkeit? - an einem Zukunftsplan für den Bezirk, der Fragen wie diese beantworten und als Dokumentvorlage für die BVV dienen soll, arbeitet der Förderverein Lokale Agenda 21 Berlin-Mitte e.V.

Thema: Ergebnisse der "Sozialstudie Moabit West"

Sigmar Gude von TOPOS Stadtforschung gab einen Überblick über die Ergebnisse der "Sozialstudie Moabit West". Dazu waren sechsseitige Fragebögen mit 43 Fragen an 10.500 Haushalte verteilt und 1.000 Fragebögen ausgewertet worden. Die Angaben haben die Stadtforscher verglichen mit Werten einer Befragung im Beusselkiez aus dem Jahr 1999 und mit Werten aus Kreuzberg SO 36. Detaillierte Ergebnisse sind noch nicht zugänglich.

Thema: Geplante Verkehrsberuhigung

Karsten Muraro von der Ingenieurgesellschaft Hoffmann-Leichter referierte über die geplante Verkehrsberuhigung in der Siemens- und Quitzowstraße. Um die Wohnqualität in diesem Bereich zu verbessern, soll der Durchgangsverkehr vermindert werden, beispielsweise durch eine Reduzierung des Straßenquerschnitts. Damit Autos nicht zu schnell fahren, sollen  Straßeneinmündungen verengt und Hindernisse wie die "Moabiter Kissen" gebaut werden.

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Quartiersportal.

Text: G. Backhaus/ bearb. J. Meier