Veranstaltungen
Aktion für Bedürftige und Obdachlose
Kulturhistorische Schnitzeljagd mit Eberhard Elfert
Extra-Vorstellung des Improvisationstheaters
Führung in Berlin Neukölln (Rixdorf) mit Reinhold Steinle
"Stark ohne Gewalt" - Modellprojekt in Spandau


Das Projekt "Stark ohne Gewalt" unterstützt im Spandauer Quartiersmanagement bürgerschaftliches Engagement und fördert Jugendliche. Die ehrenamtlich arbeitenden "Kiezstreifen" wurden Anfang März durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung geehrt.
Die Ausgangslage
Spandauerinnen und Spandauer machten sich Gedanken darüber, wie man gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern kann. Die Sorgen der Bewohnerinnen und Bewohner wurden gehört und das Projekt "Kiezstreife", in dem Polizeibeamte mit Jugendlichen gemeinsam auf Kiezspaziergang gehen, ins Leben gerufen.
Die Umsetzung
Der Verein "Stark ohne Gewalt e.V". ist in Kooperation mit der Polizei und der BVG auf gewaltbereite Jugendliche zugegangen, um sie aus gewaltfördernden Situationen herauszulösen. Die Angebote richten sich vor allem an Jugendliche im Alter zwischen 13 und 20 Jahren. In Abstimmung mit dem Polizeipräsidenten - Projektgruppe "Transfer interkultureller Kompetenz", der Migrationsbeauftragten des Bezirkes und allen Fachabteilungen des Bezirksamtes sowie der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung wird das Anliegen als Modellprojekt des Quartiersmanagements von 2009 bis 2010 mit 190.525 Euro gefördert. Das Projekt wurde bereits vor offizieller Vereinsgründung im Oktober 2008 und insgesamt fast drei Jahre nur auf ehrenamtlicher Basis und mit Hilfe von Spenden durchgeführt.
Besonders in der Öffentlichkeit finden die "Kiezstreife" genannten Spaziergänge ein positives Echo. Polizisten und Jugendliche suchen Jugendliche und Erwachsene auf und informieren sie über die Arbeit von "Stark ohne Gewalt" und kommen miteinander ins Gespräch.
Modellprojekte als Leitfunktion für die "Soziale Stadt"
Senatorin Ingeborg Junge-Reyer: Modellprojekte übernehmen eine Leitfunktion für das Programm "Soziale Stadt". Sie erlauben grundsätzliche Aussagen zur Handhabbarkeit von positiv erprobten Projektansätzen in weiteren Stadtteilen zu den wichtigen Themen Bildung und Sicherheit im Quartier. "Stark ohne Gewalt" stellt damit einen praktischen Beitrag gelungener Integrationspolitik dar. …Dabei sind es die Jugendlichen selbst, die die größte Motivation mitbringen."
Durch den Ausbau des interkulturellen Dialoges und die Verknüpfung des gewalt- und suchtpräventiven Ansatzes mit arbeitsmarktpolitischen Instrumenten und der Erlangung von Bildungsabschlüssen wird die Nachhaltigkeit der Bemühungen für ein friedliches Zusammenleben im Kiez unterstützt. Hilfestellung beim Übergang Schule in den Beruf, die Überwindung von Schuldistanz und die Verbindung von Straßensozialarbeit mit Qualifizierungsmaßnahmen wie Streitschlichterausbildung haben den Jugendlichen Kompetenzen und das Verständnis füreinander vermittelt.
Die Kooperationspartner
Das Projekt wird in enger Kooperation mit starken Partnern wie z.B. Polizei, BVG, AWO, BdP, Jobcentern u.a. durchgeführt. Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund und unterschiedlicher Religionszugehörigkeit arbeiten gemeinsam an einem Projekt, legen Vorurteile ab und begegnen einander.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Seiten der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Die Wirkung des Projektes




Stark ohne Gewalt auf Tour
Ein Teilprojekt und ähnlich erfolgreich sind die Touren in Bussen der BVG. Schon seit längerem sind gewalttätige Angriffe auf Busfahrer bekannt. Zusammen mit Mitarbeitern der BVG sind Jugendliche vom Verein in den Buslinien unterwegs und informieren über Möglichkeiten der Gewaltvermeidung und über Zivilcourage.
Präsenz auf Stadtteilveranstaltungen
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von "Stark ohne Gewalt" zeigen Präsenz auf Stadtteilveranstaltungen wie den Frühlings- und Herbstfesten. Teilweise führen sie ein kurzes Bühnenprogramm mit dem Lied von "Stark ohne Gewalt" auf. Der Verein informiert über seine Arbeit und wirbt für Toleranz und Integration.
Ergebnisse und Erfolge
Anhand von Kriminalstatistiken ließ sich nachweisen, dass seit Durchführung der Aktionen im Rahmen des Projektes ein messbarer Rückgang an Gewaltvorfällen unter Jugendlichen in den besagten Bereichen zu verzeichnen ist.
Toleranz fördern und Qualifizierung erreichen
Die Gewaltpräventionsaktionen sollen erweitert werden um Streitschlichter- und Mediatorenausbildungen als interne Veranstaltungen an Schulen und anderen Orten. Des Weiteren werden verschiedenen Gruppenangebote in den Bereichen Sport, Musik und Kunst installiert. Hier sollen die Jugendlichen in ihrem Selbstwert und Selbstbewusstsein gestärkt werden und Kompetenzen erlangen.
Bildungsabschlüsse fördern
Das Projekt möchte den Übergang von Schule in den Beruf fördern und erleichtern. Das beginnt bei der Vermeidung von Schuldistanz und reicht bis zur Qualifizierung von Jugendlichen für Bildungsabschlüsse. Dabei ist eine intensive pädagogische Kooperation mit den Oberschulen erforderlich. Die Projektteilnehmer haben sich vorgenommen, Jugendliche intensiv zu begleiten, um ihre Chancen auf ein Praktikum oder Ausbildungsplatz zu erhöhen. Einen besonderen Beitrag leisten die Projektteilnehmer durch die erfolgreiche Begleitung von Interessenten und Anwärtern für die Polizeiausbildung.
Berufliche Qualifikation fördern
Schon zum Ende der Schullaufbahn geht es auch darum, die Jugendlichen und jungen Heranwachsenden durch eine Vernetzung mit arbeitsmarkt- und bildungspolitischen Maßnahmen zu qualifizieren. "Stark ohne Gewalt" hat bereits erfolgreich Ausbildungsplätze vermittelt. Geplant ist auch eine Ausbildungsmesse, um Jugendliche und Arbeitgeber vernetzen zu können - in Kooperation mit dem Bildungswerk Kreuzberg.





