Veranstaltungen
Lesung mit Marguerite Kollo: Willi Kollo „Als ich jung war in Berlin…“
Lesen Sie mehr...Luftballons steigen lassen oder bei Aktionen mitmachen: European Neighbours Day - Fest der Nachbarn
Lesen Sie mehr...Streetwork "Runter von der Straße!"



- Starke Truppe: Die Jugendlichen aus dem Hofkinder-Projekt
Foto: qm-gropiusstadt.de
Das Streetworking-Projekt "Hofkinder & Co" läuft seit 2010 in der Gropiusstadt und kümmert sich um Jugendliche. Selma Tuzlali vom QM Gropiusstadt stellt das Projekt vor.
Als vor ein paar Jahren die Clique "Lippe 44" rund um die Lipschitzhöfe die Gegend unsicher machte und einige von den Jugendlichen sogar in die Kriminalität abrutschten, war es zunächst schwer, mit ihnen in Kontakt zu kommen. Nach einigen Bemühungen war es Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen vom Jugendclub UFO dann doch noch gelungen, auf die Kids einzuwirken. Später holte man den Träger "Evin e.V." mit ins Boot und startete mit 5.000 Euro ein kleines Projekt, in dem es darum ging, vor allem den Brüdern dieser Jugendlichen Alternativen zum Rumhängen, Drogen konsumieren oder Gewalttätigkeiten zu bieten. Angebote wie Ausflüge, Fußballturniere oder kleine Lehrgänge in Webdesign brachten die Jugendlichen tatsächlich mehr und mehr weg von der Straße. Das Vorgehen hatte sich etabliert….Durch die Finanzierung des Quartiersmanagements konnte "Hofkinder & Co" ausgeweitet bzw. fortgeführt werden.
Unterstützt wird die Arbeit der Streetworker durch drei Jugendliche, die ihr freiwilliges soziales Jahr (FSJ) als Streetworker in der Gropiusstadt ableisten. Jenny, Özcan und Turan wurden von der Türkischen Gemeinde Deutschlands (die als Kooperationspartner fungiert) auf ihren Einsatz vorbereitet...."Wir begleiten auch die Eltern zu Terminen im Jugendamt oder bringen Eltern und Lehrer zusammen", sagt Streetworker Serkan. "Wir sind nicht nur Anlauf- sondern auch Schnittstelle. Wir sind für alle Ansprechpartner - wirklich für alle."
Vernetzung
Dazu ist eine gute Vernetzung nötig. Die HWS beispielsweise stellte dem Projekt kostengünstige Büroräume zur Verfügung, dafür kümmern sich die Hofkinder um das Abschließen des Bolzplatzes an der Hirtsieferzeile...Zusätzlich zu ihrer Arbeit auf der Straße hat das Hofkinder-Team seit ein paar Wochen nun auch endlich feste Räumlichkeiten, wo sie mit ihren beiden ehrenamtlichen Mitarbeitern und einem Kollegen von einem weiteren Träger und den FSJ’lern ihre Gruppensitzungen abhalten können. Aber auch die Jugendlichen können einfach reinschauen, wenn sie Informationen oder Hilfe brauchen oder in einer der vier Gruppen mitmachen möchten. 60 Jugendliche betreut das Streetworker-Team inzwischen.
"Das Projekt wächst mit jedem Menschen, der dazu kommt. Jede Idee ist gefragt und wird aufgenommen und besprochen", sagt Serkan noch zum Schluss. Inga, Jenny und Özcan nicken. Da sitzt ein tolles Team mit tollen Ideen, für junge Leute, die Hilfe gebrauchen können. Die Tür ist offen.
Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Quartiersportal.





