Zum Hauptmenü
Zum Inhaltsbereich
Logo Quartiersmanagement Berlin

Was wird aus dem Kleinen Tiergarten und dem Ottopark?


Entwurf eines Landschaftsplanungsbüros
Der Siegerentwurf des Büros Latz & Partner
Bild: Latz & Partner

Die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung stellte auf einer Informationsveranstaltung im Juli den Moabiter Anwohnern und Anwohnerinnen die Entwürfe vor, die am Wettbewerb zur Umgestaltung des Kleinen Tiergartens und Ottoparks teilnehmen sollten.

Der Gewinnerentwurf

Zum Sieger des Wettbewerbs wurde der Entwurf des Büros Latz & Partner GbR aus Kranzberg gekürt. Der Siegerentwurf habe das Preisgericht  besonders durch die gelungene Öffnung der Parkanlage zum öffentlichen Straßenraum überzeugt, ohne gänzlich die schützende Strauchschicht zu entfernen. Es gelänge der Arbeit, die unterschiedlichen räumlichen und funktionalen Anforderungen in Einklang zu bringen. Die Bestandssituation mit ihren gartenhistorischen Relikten werde behutsam aufgegriffen und in eine ausdrucksstarke, zeitgemäße Parkanlage überführt.

Mit der schrittweisen Umsetzung wird 2010 begonnen. Finanziert werden die ersten Umgestaltungen in Höhe von 2 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm "Aktive Stadtzentren". Die Wettbewerbsarbeiten werden im August 2010 im Bezirk Mitte öffentlich ausgestellt. Ort und Zeit werden noch bekannt gegeben und veröffentlicht.

Die Ausgangslage

"Die in der Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte und in den 50er Jahren umgebaute Parkanlage stellt sich heute in einem wenig attraktiven Zustand dar und wird ihrer Funktion als zentrale, die angrenzenden Quartiere verbindende, Grünfläche nicht gerecht.  Erwartet werden Lösungsvorschläge von hoher gestalterischer Qualität, eine intensive und sensible Auseinandersetzung mit dem Bestand und eine stufenweise Umsetzbarkeit der vorgeschlagenen Maßnahmen", so der Ausschreibungstext.

Den teilnehmenden Planungsbüros wurde unter anderem die Auflage erteilt, neben einer Leitidee und der städtebaulichen Einbindung auch den Umgang mit dem Bestand, speziell der Vegetation, zu berücksichtigen. Wichtige Aspekte waren auch die Öffnung des Parks und Verbindung mit dem Umfeld, "Angsträume" zu vermindern, Übersichtlichkeit und attraktive Angebote für Jugendliche zu schaffen und den Pflegeaufwand zu erleichtern. Dem ganzen Vorhaben steht ein Budget von rund 4 Millionen Euro zur Verfügung.

Die Meinung der Anwohner und Anwohnerinnen

Die Kritik aus den Reihen der Moabiter und Moabiterinnen drehte sich unter anderem um den Aspekt des Emissionsschutzes. Wenn die Baum- und Heckenbestände zu sehr der Gartenschere zum Opfer fielen, würde eine erhöhte Lärmbelästigung die Folge sein, da die Pflanzen, neben Abgasen, auch Geräusche schlucken.

Weitere Informationen erhalten Sie auf dem Quartiersportal.

Text: moabitwest.de/ bearb. J. Meier