QM Wassertorplatz


Zur Wohnsituation
Der Kiez rund um den Wassertorplatz ist ein Wohngebiet im nördlichen Teil Kreuzbergs. Etwas abseits vom "szenigen" SO36 und doch zentral, liegt es zwischen Lobeckstraße, Landwehrkanal und Ritterstraße. In den 70er und frühen 80er Jahren wurden fast flächendeckend vielstöckige Neubauten errichtet, zum größten Teil im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus.
Zur sozialen Situation
Im Gebiet wohnen fast 8.000 Menschen aus 62 verschiedenen Nationen. Hohe Arbeitslosigkeit, zu wenig Gewerbeflächen (Geschäfte, Cafés etc.), Gewaltbereitschaft und Drogenkriminalität unter Jugendlichen auf Grund von Perspektivlosigkeit und fehlenden Freizeitangeboten erschweren das Zusammenleben und ein Gemeinschaftsempfinden.
Wann wurde QM eingerichtet
Seit 2005 ist das Quartiersmanagement (ehemaligs Stadtteilmanagement) im Wassertorkiez präsent. Seit 2009 gehört es zur Kategorie 1 "Starke Intervention". Träger ist seit Januar 2010 ASUM GmbH. Das Vorortbüro befindet sich in der Bergfriedstraße 22.
Was waren die wichtigsten Aufgaben?
Das Zusammenleben stärken, die Solidarisierung im Kiez fördern und die Selbsthilfe unter den Bewohnern aktivieren. Die vorhandenen Angebote vernetzen und neue ins Leben rufen und bekannt machen. Besseres Gesundheitsniveau, bewohneradäquate soziale Infrastruktur, mehr soziale und ethnische Integration.
Was wurde erreicht?




- seit 2005: Quartiersrat
- seit 2005: Aktionsfondsjury
- 2006: Initiierung MehrGenerationenHaus, April 2007 – Eröffnung MehrGenerationenHaus; Ende 2008 gründeten Quartiersbewohner und Kiezinitiativen zusammen mit dem schon seit einem Jahr aktiven Team des MehrGenerationenHauses den Verein Wassertor 48 e. V. Anfang März 2009 wurde das Haus in die Obhut des Bewohnervereins übergeben.
- 2008: Gründung eines Festkomitees aus Bewohnerinnen und Bewohnern
- Quartierszeitung "WassertorBote" - erscheint viermal im Jahr
- Beispiele für Wohnumfeldgestaltung: Aufwertung und Erneuerung der Veranstaltungslogistik des Saales im Statthaus Böcklerpark, Der PC-Pool in der "Spielinsel" wurde mit neuen PCs aufgerüstet, ein Bücherkoffer wurde bereitgestellt, dimmbares Halogenbeleuchtungssystem für den Spiel- und Bastelraum, Ausstattung Küchenbereich der Freizeiteinrichtung "Ritterburg", Gartengestaltung MehrGenerationenHaus
Richtungsweisende Projekte
- Hand in Hand ("Nightingale") - Mentorenprojekt, in dem sich Studierende mit Schülerinnen und Schülern treffen, um gemeinsam Unternehmungen zu machen. 2009 wurde es zu einem Modellprojekt der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung. Webseite des Projekts
- Kiezworker - In den Nachmittags- und Abendstunden sind zwei Kiezworker im Wassertorkiez unterwegs. Sie tragen T-Shirts mit der Aufschrift "Kiezworker – Sprich mit uns"
- "Mütter ohne Grenzen" :im Mittelpunkt des Projekts steht das wöchentlich stattfindende Frauenfrühstück für jeweils 25 bis 30 Frauen aus dem Quartier, bei dem es um ein informelles Bildungstreffen geht zur Vermittlung familienspezifischer Themen
- Dokumentarfilm "Shootback-Heimat Kreuzberg" – Jugendliche porträtieren den Kiez
Entstandene Netzwerke
- Kiezrunde - wichtige Akteure treffen sich alle zwei Monate
Geheimtipp im Quartier




Inmitten in Kreuzberg, fernab vom Trubel um das Kottbusser Tor und die stets belebte Oranienstraße, an der Ecke Wassertorstraße/ Bergfriedstraße, liegt der Kastanienplatz. Lesen Sie hier mehr...
Handlungskonzepte




In den Berliner Quartiersmanagementgebieten werden integrierte Handlungskonzepte unter Einbeziehung der Bewohner und Bezirke durch die Quartiersbeauftragten erarbeitet. Sie werden jährlich angepasst und fortgeschrieben. Zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle werden die einzelnen durchgeführten Maßnahmen jährlich bewertet. Es formuliert die wichtigsten Aufgabenfelder und die Ziele, welche mit Blick auf eine positive Quartiersentwicklung erreicht werden sollen.
Fotoimpressionen
















