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QM Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße


Platz mit der Sonnenuhr
Platz mit der Sonnenuhr
Foto: qm-zentrumkreuzberg.de

Zur Wohnsituation

Das Quartiersmanagementgebiet Zentrum Kreuzberg / Oranienstraße befindet sich im Herzen des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg. Im Zentrum liegt das Kottbusser Tor. Südlich hiervon erstreckt sich das Gebiet bis zur Kohlfurter Straße, nördlich bis zur Naunynstraße, westlich wird es vom Segitzdamm begrenzt und östlich vom Görlitzer Bahnhof. Die Sanierung rund um das Kottbusser Tor hat in den 1970/80er Jahren große Gebäudekomplexe des sozialen Wohnungsbaus hinterlassen. Das Kottbusser Tor ist ein Verkehrsknotenpunkt mit hohem Verkehrsaufkommen und starker Lärm- und Emissionsbelastung für die Bewohnerschaft. Im nördlichen Gebiet ist der gründerzeitliche Bestand größtenteils erhalten und auf hohem Niveau saniert worden, wobei sich auch hier Spuren der Abnutzung zeigen

Zur sozialen Situation

Auf 32 Hektar leben ca. 9.000 Menschen, von denen fast die Hälfte ALG II bezieht. 72 % der Bewohnerschaft haben einen Migrationshintergrund. Charakteristisch für das Quartier sind der überdurchschnittlich hohe Anteil der Kinder und Jugendlichen und ein sehr niedriger Anteil von älteren Menschen (65+). Das Kottbusser Tor ist ein Treff- und Sammelpunkt für die Drogen- und Alkoholszene. Viele Jugendliche des Quartiers verlassen die Schule ohne Schulabschluss und an Ausbildungsmöglichkeiten mangelt es.

Übersichtskarte Zentrum Kreuzberg / Oranienstrasse

Wann wurde QM eingerichtet?

Seit 1999 arbeitet das QM-Team vor Ort. Im September 2006 hat es die Räume in der Dresdener Str. 12 bezogen. Träger ist der Verein zur Förderung von demokratischen Entwicklungsprozessen (VDE e. V.).

Was waren die wichtigsten Aufgaben?

  • Aktivierung und Partizipation von Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen
  • Vernetzung von Vereinen, Initiativen, Institutionen, kulturellen Maßnahmen und Akteuren im Kiez
  • Aufwertung des Wohnumfeldes unter Beteiligung der Bewohnerschaft
  • Förderung von Bildung und Qualifizierung, insbesondere für Bewohner und Bewohnerinnen mit Migrationshintergrund aller Altersstufen
  • Verbesserung der Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche
  • Verbesserung der Bildungschancen von Kindern, insbesondere Förderung der Sprach- und Sprechkompetenz

Was wurde erreicht?


  • Juni 2006: erste Quartiersratswahl
  • November 2008: Eröffnung offenes Jugendcafé "Die Sanduhr" von Loyal e.V.: Treffpunkt, Informationsnachmittage und Beratungen ( Ausbildung, Schulprobleme). Die Räume werden von der GSW mietfrei zur Verfügung gestellt.
  • "Kiezläufer"
  • Quartierszeitung "36° - Die Kotti Rundschau"
  • Beispiele für Wohnumfeldunggestaltung: Umgestaltung des Eingangsbereiches der Wilhelm-Liebknecht- und der Kinderbibliothek; Ausstattung der Jens-Nydahl-Grundschule und Umbau von Fachräumen; Garten- und Spielplatzumgestaltung INA Kindergarten; Pausenhofumgestaltung Jens-Nydahl-Grundschule

Richtungsweisende Projekte

  • Ausbildungsbetreuung im SO 36: Ausbildung von (sozial benachteiligten) Jugendlichen zu Veranstaltungstechnikern / -technikerinnen.

Entstandene Netzwerke

  • AG Bildung seit März 2006:  Basis zur Vernetzung von lokalen Initiativen mit der Jens-Nydahl-Grundschule
  • Initiative "Kinder und Jugend ohne Gewalt". Kinder und Jugendarbeit in den Blöcken 86 + 88

Handlungskonzepte


In den Berliner Quartiersmanagementgebieten werden integrierte Handlungskonzepte unter Einbeziehung der Bewohner und Bezirke durch die Quartiersbeauftragten erarbeitet. Sie werden jährlich angepasst und fortgeschrieben. Zur Wirkungs- und Erfolgskontrolle werden die einzelnen durchgeführten Maßnahmen jährlich bewertet. Es formuliert die wichtigsten Aufgabenfelder und die Ziele, welche mit Blick auf eine positive Quartiersentwicklung erreicht werden sollen.

  • Handlungskonzept 2008

    Die Schwerpunkte im Jahr 2008 lagen in der Stärkung der Hilfe zur Selbsthilfe, Konfliktvermeidung und Gewaltprävention sowie Verbesserung der Kommunikation und Partizipation im Quartier. Lesen Sie hier mehr...

  • Handlungskonzept 2009

    Die höchsten Prioritäten für Jahr 2009 wurden auf die bewohneradäquate Stadtteilkultur, auf mehr soziale und interkulturelle Integration sowie auf mehr Kommunikation und Partizipation der Bewohner / Bewohnerinnen und Akteure gelegt. Lesen Sie hier mehr...

Fotoimpressionen


Text: QM Zentrum Kreuzberg/ bearb. J. Meier