Soziale Stadt

„Wir wollen das Programm über das Jahr 2020 hinaus fortsetzen“

Auf dem aktuellen Jour Fixe des Berliner Quartiersmanagements am 10. Mai 2017 blickte Katrin Lompscher, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, positiv auf fast 20 Jahre Quartiersmanagement in Berlin zurück - und erläuterte ihre Ziele für die Zukunft.

Dankte für fast 20 Jahre Engagement im Quartiersmanagement: Senatorin Katrin Lompscher. Foto:  Marco Urban
Dankte für fast 20 Jahre Engagement im Quartiersmanagement: Senatorin Katrin Lompscher. Foto: Marco Urban

Am 10. Mai 2017 zog Senatorin Katrin Lompscher im Olof-Palme-Zentrum ein positives Fazit der fast zwei Jahrzehnte Quartiersmanagement (QM) in Berlin. Für den sozialen Zusammenhalt in der Stadt sei QM zu einem wichtigen Programm geworden und leiste einen erheblichen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität in den Quartieren. Das sei besonders der engagierten Arbeit der Berliner Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager zu verdanken, betonte die Senatorin.

Bürgerbeteiligung als zentrales Konzept

„Wir wollen das  Programm über das Jahr 2020 hinaus fortsetzen“, so Senatorin Lompscher. „Das Programm hat das Politikverständnis und das Verwaltungshandeln in Berlin verändert, denn  Bürgerbeteiligung ist inzwischen zu einem wichtigen Ansatz bei Entscheidungsprozessen geworden. Die Nutzung von Beteiligungsinstrumenten muss weiter ausgebaut werden, denn die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern ist wesentlicher Bestandteil  des Erfolgs des Programms Soziale Stadt. Dabei muss es gelingen auch die Bürgerinnen und Bürger zu erreichen, die man bisher nicht erreichen konnte.“

Zusammenleben gestalten

Senatorin Lompscher betonte weiterhin, dass Berlin als eine dynamisch wachsende und sich entwickelnde Stadt  für das Programm Soziale Stadt viele Chancen bietet. Wichtig sei dabei,  das Zusammenleben unterschiedlichster Kulturen und Bevölkerungsschichten zu fördern. Das QM leiste hier einen erheblichen Beitrag. Es sei  wichtig, dieses Wachstum weiter sozial gerecht zu gestalten.  Ziel sei es, das Miteinander in der Nachbarschaft weiter zu stärken.

Zusammenarbeit und Kooperation

Wichtige Voraussetzung dafür, unterstrich Katrin Lompscher, sei die ressortübergreifende Zusammenarbeit und Kooperation. Sie nahm auch Bezug auf die Diskussion um das stärkere Zusammenwirken von Sozialraumorientierung und Quartiersmanagement. Während das QM in klar umrissenen Quartieren arbeitet, hat die Sozialraumorientierung Bezirksregionen im Blick. Gerade in der Verstetigungsphase, also der Übergangsphase vor dem Auslaufen eines Quartiersmanagements, könne es wertvolle Synergien geben, so die Senatorin. Die anwesenden Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager betonten dazu, dass es wichtig sei, sich nach der Verstetigung nicht nur auf das Ehrenamt zu verlassen. Notwendig seien bezirklich finanzierte Anschlussprojekte und unterstützende Strukturen.

„2019 wird ein Jubiläumsjahr: 20 Jahre Quartiersmanagement“, schloss die Senatorin ihre Rede. „Das Quartiersmanagement ist als politisches Interventionsinstrument akzeptiert“. Dabei wandte Senatorin Katrin Lompscher sich direkt an die anwesenden Quartiersmanagerinnen und Quartiersmanager: „Durch Ihre Arbeit. Danke für Ihr Engagement.“