Quartiersfonds

Vier Quartiersfonds

Mit dem Berliner Quartiersmanagement erhalten die Stadtteile zusätzliche finanzielle Mittel, die zur Verbesserung von Lebenschancen, zur Förderung der Integration und zur Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner eingesetzt werden. Diese Mittel werden in einer Fondsstruktur mit vier Quartiersfonds bereitgestellt, unterteilt in kurzfristige und langfristige Projekte und strukturelle Maßnahmen. Grundlage für den Einsatz der Mittel sind die gemeinsam in den Quartieren erarbeiteten Handlungs- und Entwicklungskonzepte. Die Quartiersmanagementteams schreiben diese jährlich fort und stimmen sie mit der Bezirksverwaltung ab.

Aktionsfonds

Jedes Quartier erhält jährlich 10.000 Euro. Gefördert werden kurzfristige und schnell sichtbare Aktionen im Quartier bis zu jeweils 1.500 Euro (2014 waren es 1000 Euro). Ziel ist, direkte Aktionen des freiwilligen Engagements zu unterstützen. Die Aktionen müssen den Zielsetzungen des Quartiers sowie des Programms Soziale Stadt entsprechen und insbesondere auf die Förderung der Nachbarschaft und Bewohneraktivierung und -beteiligung ausgerichtet sein. Antragsberechtigt sind Bewohnerinnen und Bewohner sowie Kiezakteure. Die Aktionsfondsjury des Quartiers entscheidet über die Mittelvergabe.

Projektfonds

Gefördert werden Projekte mit in der Regel mehrjähriger Laufzeit ab 5.000 Euro. Ziel des Fonds sind nachhaltig wirkende, strukturfördernde Maßnahmen, mit denen die Handlungsziele aus den Handlungs- und Entwicklungskonzepten  in den Quartiersmanagementgebieten erreicht werden. Bevor es in die Konkretisierung von Projekten geht, ermitteln das Quartiersmanagement den  Bedarf.

Diese  groben Projektvorstellungen entstehen gemeinsam mit der Bewohnerschaft, den Akteuren, den Partnern der Gebietsentwicklung, dem Quartiersrat und den Fachämtern der Bezirksverwaltung vor Ort. Die so ermittelten Handlungsbedarfe gehen ein in das Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept des Quartiersmanagements. Die Steuerungsrunde  wählt dann Projektträger aus, Quartiersratsmitglieder können in diesem Prozess mitwirken.

Baufonds

Gefördert werden Bauprojekte ab 50.000 Euro, die der nachhaltigen Stabilisierung und Entwicklung in den Quartiersmanagementgebieten dienen. Die Bedarfsermittlung für die Bauinvestitionen erfolgt unter Beteiligung der Bewohnerschaft, der Akteure, den Partnern der Gebietsentwicklung, dem Quartiersrat und den bezirklichen Fachämtern vor Ort. Diese Handlungsbedarfe werden im Integrierten Handlungs- und Entwicklungskonzept des Quartiersmanagements dargestellt. Die Auswahl der zu realisierenden Projekte erfolgt in einem transparenten Verfahren durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.

Netzwerkfonds

Gefördert werden Projekte mit mehrjähriger Laufzeit ab 50.000 Euro. Projekte aus dem Netzwerkfonds übertragen in Kooperation mit verschiedenen Partnern bewährte und strukturfördernde Maßnahmen aus den Quartiersmanagementgebieten auf eine quartiers- und bezirksübergreifende Ebene. Ziel ist eine nachhaltige Stabilisierung und Entwicklung der Aktionsräume  einschließlich der außerhalb dieser Räume liegenden Quartiersmanagementgebiete.

Die Bezirksförderstellen schlagen der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen die gemeinsam entwickelten Projekte mit Prioritätensetzung vor. Bezirksübergreifende Projekte, sowie gemeinsame Projekte mit anderen Senatsverwaltungen, die auf gesamtstädtische Entwicklungen reagieren, können ebenfalls vorgeschlagen werden. Die Auswahl der Projekte erfolgt in einem transparenten Verfahren durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen.