NAH DRAN extended: landscaping

Sonntag, 24. Juni 2018 - 20:30 Uhr - 21:45 Uhr
ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz in den Uferstudios, Studio 7 Uferstraße 23 13357 Berlin ada Studio & Bühne für zeitgenössischen Tanz in den Uferstudios, Studio 7
Choreografien über die Wechselbeziehung zwischen Körper & Natur, als treibende Kraft, Hindernis oder Seinszustand. Sie führen in wiederentdeckte Terrains, wo die Eisberge schmelzen, die Bewegung in Schleifen verläuft oder man einfach verloren geht.

Die Reihe NAH DRAN präsentiert in regelmäßiger Folge neue oder weiterentwickelte kurze Stücke junger Tänzer und Choreografen, wobei die Grenzen zu Körper-, Sprech- und Musiktheater sowie Performance offen sind. Sie bietet Tänzern und Choreografen eine Plattform, um ihre Stücke (möglicherweise erstmals) in einem abendfüllenden Rahmen dem Berliner Publikum zu zeigen. NAH DRAN extended heißt, dass die Arbeiten unter einem speziellen kuratorischen Aspekt ausge¬wählt wurden. (Kuratiert von Lee Meir.)

 

Die zu dieser Ausgabe eingeladenen Choreografen finden alle Inspiration in der Wechselbeziehung zwischen Körper und Natur, als treibende Kraft, Hindernis oder Seinszustand. Über verschiedene Wege führen uns die Stücke in wiederentdeckte Terrains, wo die Eisberge schmelzen, die Bewegung in Schleifen verläuft oder wo man einfach verloren geht.

 

 

Johanna Ackva & Philipp Enders: Salt Lake

„Es war ein Umweg in das Wesentliche und Introspektive, wie es oft die Wüste ist, und sie waren darin verloren.” – Rebecca Solnit

„Salt Lake” ist inspiriert von Rebecca Solnits Essay „A field guide to getting lost”, sowie von Gus Van Sants Film „Gerry”, in dem sich zwei Freunde in der nordamerikanischen Wüste verirren. Daran angelehnt erforschen wir Formen des Verlorenseins und begeben uns in Imaginationen weiter Wüstenlandschaften. Unsere Begegnungen mit der Einsamkeit der Wildnis bewegen sich zwischen dem Erleben von Freiheitsgefühlen, Orientierungslosigkeit und der Nähe des Todes. Der Trip in die Wüste wird zu einer Suche nach dem Essentiellen und zur Auseinandersetzung mit dem Unbekannten um uns herum und in uns selbst.

 

 

Judith Förster: THE TIME IT TAKES TO MELT (MY HEART)

Wir sehen Touristen vor einem pittoresken See in einer epischen Gletscherlandschaft: Das Salzwasser und die Temperatur zersetzen das Eis, so dass verschiedene Formen sich lösen, schmelzen und untergehen. Eine auditiv-viszerale Choreografie zu potentiellen und realen Auswirkungen von globalen Naturveränderungen auf unsere psychosomatischen Systeme.

 

 

Emily Ranford: Interlude

„Interlude” ist eine Solo-Bewegungsreise, die sich über eine dynamische Landschaft erstreckt. Die Arbeit orientiert sich an einem praxisorientierten Ansatz der Choreografie, wo der Körper in Bewegung der Auslöser dafür ist, eine Beziehung zwischen dem emotionalen Körper und der Atmosphäre herzustellen. Indem ich Intensitäten der Bewegung aus dem Ausdruck einer inneren Landschaft baue und auflöse, erzeuge ich Spannungen, die eine Stimmung generieren und verändern.

 

 

Mehr Infos: www.ada-studio.de/pages/veranstaltungen.html

 

Das ada wird im Rahmen der zweijährigen Spielstättenförderung der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Europa gefördert.

 


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