QM Nahariyastraße

Alltagsrassismus begegnen

Wie erleben Menschen Diskriminierung? Was kann dagegen getan werden? Diese und viele weitere Fragen besprachen am 23. November 2022 die Teilnehmenden eines Workshops zum Thema Alltagsrassismus.

Die Weltkarte auf den Kopf gestellt: Mit einfachen Mitteln lernten die Teilnehmenden, bekannte Perspektiven zu wechseln. (Bild: Valerie Stolp)
Die Weltkarte auf den Kopf gestellt: Mit einfachen Mitteln lernten die Teilnehmenden, bekannte Perspektiven zu wechseln. (Bild: Valerie Stolp)
Joao Eduardo Albertini (links) lieferte anschauliche Informationen zum Thema Alltagsrassismus. (Bild: Valerie Stolp)
Joao Eduardo Albertini (links) lieferte anschauliche Informationen zum Thema Alltagsrassismus. (Bild: Valerie Stolp)
Gemeinsam diskutiere die Gruppe über ihre Erfahrungen, Wünsche und Ängste für das gesellschaftliche Miteinander. (Bild: Valerie Stolp)
Gemeinsam diskutiere die Gruppe über ihre Erfahrungen, Wünsche und Ängste für das gesellschaftliche Miteinander. (Bild: Valerie Stolp)

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Der wichtige Workshop fand in der Aula der Nahariya-Schule im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Nahariyastraße statt. Dank verschiedener Übungen, medialer Formate und einem intensiven Austausch zeigte er den Teilnehmenden neue Perspektiven auf. Den Rahmen dafür bot die interkulturelle Veranstaltungsreihe CrossKultur. Deren Ziel ist es, die Vielfalt im Bezirk unmittelbar erlebbar zu machen.

Alltagsrassismus ist überall

João Eduardo Albertini, Diplom-Pädagoge und Bildungsreferent, führte mit Feingefühl, Humor und neuen Denkanstößen durch den Workshop. Dabei wurde eins klar: Alltagsrassismus passiert. Er ist vielseitig und machtvoll. Man begegnet ihm teilweise konkret und teilweise auf kaum wahrnehmbare Weise. Und er vollzieht sich auf verschiedenen Ebenen, individuell und strukturell.

Es ist also besonders wichtig, sich mit Alltagsrassismus und allen Formen der Diskriminierung zu beschäftigen. Im gemeinsamen Austausch diskutierte die Gruppe über Erfahrungen, Hoffnungen und Ängste im gesellschaftlichen Miteinander. Durch diverse Übungen im Raum und mediale Formate vermittelte João Eduardo Albertini, wie sich das individuelle Verhalten auf andere Menschen auswirken kann. Die Teilnehmenden sprachen außerdem über die verschiedenen Vorurteile und Stereotype, die jedem im Alltag begegnen. Ob in den Medien, der Politik oder im privaten Gespräch: Rassistische Denk- und Handlungsmuster sind überall anzutreffen. Doch wie kann ihnen begegnet werden?

Zuhören, respektieren, zusammenhalten

Einander zuhören, Grenzen erkennen, sensibel miteinander umgehen, zusammenhalten und Position beziehen – laut João Eduardo Albertini kann man sich so alltäglichen Diskriminierungen entgegenstellen.

Der Workshop war geprägt von einem solidarischen, respektvollen und toleranten Umgang unter den Teilnehmenden. Dabei zeigte sich im Laufe des Abends, dass dies auch die Werte sind, die dem gesamtgesellschaftlichen Umgang miteinander zugrunde liegen sollten. Mit dieser Überzeugung endete der lehrreiche und anregende Austausch, der verdeutlichte, dass ein Wandel möglich ist.

Das Ehrenamtsbüro des Bezirksamts Tempelhof-Schöneberg organisierte den Workshop gemeinsam mit dem QM Nahariyastraße. Das Programm der Veranstaltungsreihe CrossKultur läuft noch bis zum 17. Dezember 2022. Die Programmbroschüre sowie Hinweise zu den Veranstaltungen gibt es hier.