Zwischenbilanz nach zehn Jahren Quartiersarbeit: Am 17. April 2026 feierte eine kleine nachbarschaftliche Runde dieses Jubiläum in der Bellermannstraße. Viele Gäste kamen zusammen, suchten das Gespräch und erinnerten sich an gemeinsame Entwicklungen im Kiez. Zugleich richtete sich der Blick auf die Frage, wie Projekte, Netzwerke und Strukturen auch in Zukunft weitergetragen werden können.
Herzliche Begrüßungen, kleine Gesprächsrunden, viel Gelächter: Schon zu Beginn wurde deutlich, wie eng viele Menschen in dem Quartier seit Jahren verbunden sind. Vor dem Büro entstanden Gespräche und Begegnungen in kleiner Runde, die für einen offenen und vertrauten Rahmen sorgten. Zwischendurch ließ ein Kanun-Spieler seine türkische Zither erklingen.
Viele bekannte Gesichter aus dem Stadtteil nahmen teil: Aktive aus der Wilden 17 und aus der Eulerplatzgruppe oder aus dem Kiezverein Badstraße. Während QM-Teamleiter Michael Zambrano sich bei den Engagierten bedankte, hob Susanne Walz, Geschäftsführerin der L.I.S.T GmbH, die Arbeit des QM-Teams hervor. Dieses habe „sehr erfolgreich nachhaltige Initiativen im Kiez angestoßen“.
Die Dankbarkeit an die Engagierten zog sich wie ein roter Faden durch die Veranstaltung. So sind in den vergangenen zehn Jahren im Quartier viele Projekte, Gruppen und Netzwerke entstanden oder gewachsen. Beispiele dafür sind die Wilde 17, die Eulerplatz-Gruppe und „Süß und Salzig“ in der Bibliothek Luisenbad. Einige dieser Zusammenschlüsse arbeiten inzwischen eigenständig weiter.
Auch der Quartiersrat bleibt ein wichtiges Gremium für Austausch und Beteiligung im Stadtteil. Gleichzeitig haben sich die Wege des Engagements verändert. Viele Menschen bringen sich heute eher zu einzelnen Themen oder für begrenzte Zeit ein. Auch die Themen Klima und Bildung haben in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Mit dem Klimakiez-Projekt rückte vor allem die Frage in den Vordergrund, wie sich Klimaanpassung im Alltag konkret zeigen kann, etwa bei Straßenumbauten oder neuen Aufenthaltsflächen. Das Quartiersmanagement greift diese Entwicklung auf und entwickelt passende Formate. In den kommenden Jahren bleibt es deshalb wichtig, bestehende Strukturen zu stärken und gute Ansätze im Quartier weiterzuführen.