Seit dem Jahr 2019 findet der „Spandauer Aktionsmärz“ statt, der aus dem „Spandauer Mädchen- und Frauenmärz“ und den „Internationalen Wochen gegen Rassismus“ hervorging. In unterschiedlichen Formaten wird auf Benachteiligung und Diskriminierung durch Sexismus und Rassismus aufmerksam gemacht. Auch im Falkenhagener Feld wurde der „Aktionsmärz“ in diesem Jahr aufgegriffen. So fand am 7. März 2026 zum ersten Mal die Veranstaltung „Starke Sache! Fest für Frauen und Mädchen“ im Klubhaus Spandau statt. Im Mittelpunkt des Fests standen Themen, die Frauen und Mädchen im Alltag besonders beschäftigen, darunter Sicherheit im öffentlichen Raum, Teilhabe, Selbstbestimmung, das Erleben der eigenen Nachbarschaft und die Frage, wie man sich gegenseitig stärken kann.
Die Verantwortlichen des Klubhaues Spandau sowie die QM-Teams Falkenhagener Feld Ost und West begrüßten die Teilnehmenden und eröffneten das Fest gemeinsam. Anschließend erwartete die Besucherinnen und Besucher ein buntes und leicht zugängliches Programm, bei dem sie sich bewegen, ausprobieren und austauschen konnten.
Alle Angebote wurden von Frauen für Frauen und Mädchen gestaltet. Ein besonderes Highlight: Dank der Kinderbetreuung durch die Schlaufüchse konnten auch Mütter an den Aktionen teilnehmen. Bei verschiedenen Kunstaktionen erhielten die Teilnehmenden kreative Impulse, während das Team der Fahrrad- und Holzwerkstatt den Umgang mit Werkzeugen und Materialien vermittelte. Im Theaterangebot der Jugendtheaterwerkstatt konnten sich Interessierte spielerisch über gemeinsame Erfahrungen austauschen.
Darüber hinaus konnten Mädchen und Frauen an einem Wünsche-Baum von Eintracht Spandau festhalten, was sie sich von einem Vereinsleben wünschen. Ein Rundgang durchs Quartier von „Urban Policy“ und dem „Raum für Beteiligung“ bot Gelegenheit, auch außerhalb des Klubhauses über Unsicherheiten, Wünsche und sichere sowie unsichere Orte zu sprechen. Frauen und Mädchen präsentierten auf der Bühne Musik, Texte und Tänze und machten so die Vielfalt ihrer Stimmen sichtbar.
Die Hauptorganisation des Fests übernahmen die QM-Teams beider Falkenhagener Felder, während die Finanzierung aus den Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ erfolgte. Die Gewobag, Berlinovo und der „Raum für Beteiligung“ unterstützten die Veranstaltung finanziell und mit eigenen Leistungen. Unterstützt wurde der Tag außerdem von Ehrenamtlichen, Initiativen und Einrichtungen aus dem Quartier.