Dank des Projektfondsprojekts „Klima im Kiez 2.0“, das das ElisaBeet mit Geldern aus dem Projektfonds des QMs umsetzt, ist das ElisaBeet wieder an vielen unterschiedlichen Orten unterwegs. So auch bei Mädea, einem Zentrum für Mädchen und jungen FLINTA (Akronym für „Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen“) in Gesundbrunnen, das bereits seit 1997 mädchenpolitische Arbeit leistet.
Das Team des ElisaBeets hat gemeinsam mit fleißigen Besucherinnen Kompost und Hochbeete wieder herausgeputzt, zum Teil sogar völlig neu aufgebaut, und einen Apfelbaum gepflanzt. Nebenbei sprachen die Erwachsenen und Kinder auch über das Verhältnis zur Natur und den Austausch mit ihr. Bei einer kurzen Übung konzentrierten sich die Mädchen auf die Erde und wurden von ihrer Betreuerin im Jugendzentrum, angeleitet: „Wir bekommen Energie von der Erde, geben ihr welche zurück, und bekommen wieder Energie von ihr.“
Zum Abschluss der Aktion wurde durch die helfenden Hände das neu gebaute Hochbeet mit einem Bett aus Ästen stabilisiert und mit frischer Erde aufgefüllt. Für die Massen an Erde braucht es viel Kraft zum Tragen und Verteilen, doch die jungen Mädea-Besucherinnen versichern, dass sie das auch allein können: „Ich habe das schon gelernt“, stellt eine von ihnen stolz fest.
Lernen ist hier das Stichwort: Beim Befüllen der Hochbeete ergänzte die Gruppe ihr Pflanzenwissen über Stiefmütterchen, Lavendel, Salbei, Johannisbeere und andere Pflanzen und Kräuter. Gemeinsam traf die Gruppe schließlich die Entscheidung, was angepflanzt werden soll. So spielen beispielsweise Lichtverhältnisse und andere Faktoren eine Rolle dabei, welcher Platz für den Anbau welcher Pflanze geeignet ist. Topf für Topf lernen die Kinder, wie man die Pflanzen einsetzt. Die Hochbeete wurden schnell in Teamarbeit bepflanzt und sie erkennen bereits „das ist ein Baby und das ist eine Teenager-Pflanze“.
Der neugepflanzte Apfelbaum brachte obendrein eine neue Erkenntnis: Die ersten Früchte wird der Baum frühestens in fünf Jahren tragen – also erst dann, wenn manche der helfenden Mädchen schon Teenager sind. Gut Ding will eben Weile haben.
In der Zwischenzeit unterstützt „Klima im Kiez 2.0“ beim Aufbau eines Kräuterbeets in der Fabrik Osloer Straße und ist mit weiteren ökologisch-bildenden Projekten im Kiez aktiv. Interessierte finden hierzu weiterführende Informationen auf dem Instagram-Kanal des ElisaBeet oder in ihrem Veranstaltungskalender.