Vertretende der Gemeinde und des Donauquartiers trafen sich am 31. März 2026 direkt im „alten“ Gemeindesaal, um den geplanten Umbau des zur Martin-Luther-Kirche gehörenden Saals zu besprechen. Ziel ist es, den bestehenden Raum zu einem barrierefreien, multifunktionalen Raum umzubauen, der stärker vom Kiez genutzt werden soll. Der Architekt Thomas Pokorny vom Architekturbüro BASD, mit dem die Gemeinde schon lange zusammenarbeitet, erläuterte die Pläne für den Umbau. Der Umbau des Saals, der im Erdgeschoss des Gemeindehauses in der Fuldastraße 48 bis 50 liegt, kann aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert werden.
Der Saal soll künftig für ein sehr breites Spektrum an Angeboten genutzt werden können. Bei der Planung berücksichtigt wurden bewegungsorientierte Formate wie Qi-Gong und Standardtanz ebenso wie musikalische, kulturelle und kreative Nutzungen, darunter Chöre, Malkurse und Lesungen. Ebenso bedacht wurde die Nutzung durch Bildungs-, Gemeinde- und Gruppenangebote. Hinzu kommen Filmvorführungen sowie Spiel- und Bastelnachmittage für Familien und Kinder. Zudem soll der Raum als Aufenthalts- und Wartebereich für die wöchentliche Lebensmittelverteilung von „Laib und Seele“ dienen.
Damit der Saal für möglichst viele Anlässe geeignet ist, wurden bei der Planung Gruppengrößen von 10 bis 70 Personen berücksichtigt. Variable Möbel, wie klappbare Stühle und Hocker garantieren eine flexible Nutzung des Raums und können platzsparend in einem Aufbewahrungsmöbel an der Längswand untergebracht werden. Für den Auf- und Abbau der Möblierung ist außerdem eine klare Organisationsstruktur geplant sowie eine fest installierte technische Grundausstattung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der besseren Nutzbarkeit des Raums für kleinere Gruppen. Ein akustisch wirksamer Trennvorhang sorgt dafür, dass die Raumakustik positiv beeinflusst wird. Besonders aufwendig ist die Herstellung der Barrierefreiheit. Dafür muss der Boden auf ganzer Fläche um acht Zentimeter abgesenkt werden, wobei der bisherige Steinfußboden entfernt, und durch ein Industrieparkett ersetzt wird. Der neue Boden greift optisch das Eichenholz der Türen auf und ist zugleich strapazierfähig und langlebig. Die Gemeinde machte bei der Veranstaltung deutlich, dass der Saal künftig auch neuen Gruppen aus dem Kiez offenstehen soll. Die Bauarbeiten sollen im Juni 2026 beginnen und bis zum Weihnachtsbasar am 21. November 2026 abgeschlossen sein.