Der Spielplatz an der Wiebestraße im Hutten- und Beusselkiez gilt seit Jahren als Treffpunkt für viele Familien. An heißen Sommertagen ließen sich die großen Sandflächen jedoch kaum nutzen, weil Schatten fehlte. Das Projektteam von „Kühle Ecken entdecken“ suchte deshalb gemeinsam mit Anwohnenden nach Lösungen. Die ersten Bäume wurden gepflanzt und zeigen nun, wie schon kleine Schritte einen Ort verbessern können.
Das QM-Projekt „Kühle Ecken entdecken“ startete mit Gesprächen direkt vor Ort. Familien, Eltern und Anwohnende aus dem Kiez markierten Orte ohne Schatten und schlugen mögliche Flächen für neue Bäume vor. Gemeinsam mit der Stadtteilarbeit KIEZMACHEN (Moabiter Ratschlag e.V.) nutzten die Teilnehmenden analoge 3D-Karten und Papierbäume und überlegten, wo neue Pflanzungen den größten Effekt hätten. Die gesammelten Hinweise flossen in einen Maßnahmenkatalog zur Klimaanpassung im Stadtteil ein.
Das Straßen- und Grünflächenamt (SGA) pflanzte anschließend mehrere Bäume auf dem Gelände. So entsteht nach und nach mehr Schatten auf der Sandfläche. Das verbessert langfristig das Mikroklima auf dem Spielplatz und macht ihn besser nutzbar. Der Ort gewinnt an Aufenthaltsqualität und trägt zu einer klimaangepassten Gestaltung des Beusselkiezes bei.
Das Berliner Unternehmen AG.URBAN, spezialisiert auf Stadtentwicklung, Beteiligung und neue Wohnformen, setzt das QM-Projekt um. Das aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ geförderte Vorhaben reduziert Umweltbelastungen und stärkt die Lebensqualität im Hutten- und Beusselkiez. Auch künftig sollen gemeinsam mit der Nachbarschaft kühle Orte im Kiez sichtbar gemacht und weiterentwickelt werden.