QM Glasower Straße

Mit Aktionsfonds-Mitteln gärtnern, feiern und aufräumen

Kriechtunnel, Verkehrsgarten, Hochbeete und eine saubere Juliusstraße: Im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Glasower Straße setzten Kinder und Anwohnende mit Mitteln aus dem Aktionsfonds mehrere Ideen um. Drei Beispiele aus Kindertagesstätten und Nachbarschaft zeigen, wie Mitmachen im Kiez aussieht und wo noch Raum für neue Ideen ist.

Kinder und ein Erwachsener befüllen hölzerne Hochbeete vor einer bemalten Container-Wand.
Die Aktion „Hochbeete für Kinder“ machte Natur im QM-Gebiet Glasower Straße für Kita-Kinder alltagsnah und gemeinschaftlich erlebbar. (Bild: QM Glasower Straße)

Zu den Aktionen gehörten ein Fest zum 70. Geburtstag einer Kita, eine Garteninitiative mit Nachbar-Kitas sowie ein Kehrtag am Berliner Wahltag.

Kinder lernen, spielen und gärtnern

Die Kita Mariendorfer Weg im Verbund der Kindertagesstätten SüdOst feierte am 30. September 2026 ihr 70-jähriges Bestehen. Selbst gemalte Bilder erinnerten daran, bei einem Parcours gab es Punkte und kleine Preise. Dabei weihte die Kita das neue Fußballtor, den selbst gepflanzten Kriechtunnel und den Verkehrsgarten ein, die mit Mitteln aus dem Aktionsfonds finanziert wurden. Sobald der Tunnel zugewachsen ist, können die Kinder durch ein grünes Blätterdach krabbeln. Auch bei der Gestaltung des Verkehrsgartens halfen die Kinder mit, ein „Kinderparlament“ wählte den besten Entwurf aus, aufgemalt haben ihn Erwachsene. Dort üben die Kinder an Zebrastreifen, Fahr- und Fußwegen, wann man fährt, anhält und das Abbiegen anzeigt. Bald kommt das Team des Projekts „HabiBici“ regelmäßig zu Fahrrad-Workshops, bei denen Verkehrsregeln, Geschicklichkeit und Reaktion trainiert werden.

Ums Pflanzen ging es auch in der Kita „Kleiner Fratz“. Stadtkinder haben oft wenig Naturerfahrung. Bei der Aktion „Hochbeete für Kinder“ erlebten sie die Entwicklung vom Samen bis zum Salat. Die Kita stellte vier Hochbeete in ihren Garten und lud Nachbar-Kitas ein, die keine eigene Grünfläche haben. Die Kinder säten schnellwachsende Radieschen, Feldsalat und Spinat, gossen und ernteten. Das förderte Motorik, Konzentration und Ausdauer. Künftig werden die Kinder der Einrichtung die Beete pflegen und sie wieder bepflanzen.

Nachbarinnen und Nachbarn packen in der Juliusstraße an

Auch auf der Juliusstraße packten Anwohnende an: Am 20. September 2026, dem Tag der Wahlen zum Abgeordnetenhaus und zu den Bezirksverordnetenversammlungen, fand der „Juliusstraße Nachbarschaftsaktionstag“ statt. Rund zwanzig Anwohnende der gleichnamigen Initiative befreiten die Gehwege von Müll und füllten viele orangefarbene Säcke. Eine Gruppe lockerte den harten Boden einer Baumscheibe, grub Pflanzlöcher und setzte Pflöcke für die Umrandung. Auch die Jüngsten halfen mit. Die Idee hatte eine Anwohnerin, die einen Antrag über den Aktionsfonds gestellt hatte. Von dem Geld kauften die Aktiven Pflanzen, Erde und Material. Müllsäcke, Besen und Greifer stellte die Berliner Stadtreinigung (BSR) im „Kehrenbürger“-Programm.

Weitere Ideen sind willkommen: Der Aktionsfonds ist in diesem Jahr fast ausgeschöpft, eine weitere Aktion ist aber noch möglich. Das QM-Team freut sich über Ideen und berät gern.