QM Pankstraße

Nachbarschaft trägt Spielstraße selbst weiter

Was als Quartiersmanagement-(QM)-Projekt begann, wird in der Nazarethkirchstraße inzwischen von Engagierten aus dem Kiez selbst weitergeführt. Die Spiel- und Nachbarschaftsstraße zeigt, wie aus einem geförderten Vorhaben ein dauerhaftes Angebot für die Nachbarschaft werden kann.

Drei Erwachsene und ein Kleinkind stehen vor einem Hauseingang in der Nazarethkirchstraße.
Drei Engagierte aus dem QM-Gebiet Reinickendorfer Straße/Pankstraße tragen die Spiel- und Nachbarschaftsstraße in der Nazarethkirchstraße gemeinsam weiter. (Bild: Julia Six)

Die Initiative entstand im Jahr 2024 im Rahmen des QM-Projekts „Temporäre Spiel- und Nachbarschaftsstraßen“, das zunächst aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert und durch den Träger stadt.menschen.berlin unterstützt wurde. Seit dem Jahr 2026 organisiert die Nachbarschaft die Spielstraßen in der Nazarethkirchstraße eigenverantwortlich weiter. Hinter der Initiative stehen engagierte Menschen aus dem Malplaquetkiez, darunter auch Engagierte vom Laden „Klamotte“. Viele wohnen in der Umgebung und setzen sich ehrenamtlich für mehr Begegnung und gemeinschaftliches Leben im Kiez ein.

Nachbarschaft plant gemeinsam

Die Beteiligten der Initiative organisieren die Spielstraße gemeinschaftlich durch einfache Absprachen. Vor jeder Spielstraße gibt es offene Vorbereitungstreffen, die weitere Abstimmung läuft über eine Messenger-Gruppe. Ein weiterer wichtiger Ort für Austausch und Vernetzung ist die „Klamotte“. Besonders aktiv sind derzeit Nachbarinnen und Nachbarn aus einer Hausgemeinschaft in der Malplaquetstraße. Zugleich möchte die Initiative weitere Menschen aus dem Kiez einbinden, damit Aufgaben und Schichten besser verteilt werden können.

Die Spiel- und Nachbarschaftsstraße soll dabei Raum für die ganze Nachbarschaft bieten und nicht nur ein Ort zum Spielen sein, sodass alle die Straße nutzen und eigene Ideen einbringen können. In den vergangenen Jahren entstanden bereits unterschiedliche Aktionen vor Ort, darunter Angebote mit der Feuerwehr und dem Makerspace sowie Bastelaktionen mit dem benachbarten Architekturbüro. Für die erste Spielstraße im Jahr 2026 plant die Initiative anlässlich des bundesweiten Aktionstags „Lange Tafeln der Baukultur“ eine lange gemeinsame Essenstafel auf der Straße. Auch für die Zukunft gibt es weitere Ideen, etwa Fahrrad-Checks oder Angebote zur Verkehrssicherheit durch die Berliner Polizei.

Initiative sucht weitere Unterstützung

Damit die Spiel- und Nachbarschaftsstraße dauerhaft im Kiez verankert werden kann, suchen die Mitglieder der Initiative aktuell vor allem Kiez-Lotsinnen und Kiez-Lotsen, die bei Absperrungen unterstützen und die Spielstraße vor Ort betreuen. Das Projekt läuft noch bis Ende des Jahres 2027 und verfolgt unter anderem das Ziel, auch andere Spielstraßen an Engagierte zu übergeben.

Interessierte finden die nächsten Termine rund um die Spielstraßen auf der Website des QMs. Außerdem bietet das QM-Team ein Handbuch an, das Engagierten im Kiez hilft, eigene temporäre Spiel- und Nachbarschaftsstraßen zu organisieren.