QM Sonnenallee / High-Deck-Siedlung

Neue Pläne für den Tabea-Campus im Quartiersrat vorgestellt

Der Quartiersrat im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung hat bei einer Sitzung die Planungen für den Tabea-Campus öffentlich vorgestellt. Dabei ging es um Rückbau, Neubau und die künftige Nutzung des Areals.

Menschen sitzen bei einer öffentlichen Quartiersratssitzung an einem großen U-förmigen Tisch und folgen einer Präsentation.
Im öffentlichen Teil der Quartiersratssitzung wurde die Planung für den Tabea-Campus im QM-Gebiet Sonnenallee/High-Deck-Siedlung vorgestellt. (Bild: H. Heiland u. QM High-Deck-Siedlung/Sonnenallee Süd W+P GmbH)

Der erste Teil der Quartiersratssitzung am 24. März 2026 im QM Sonnenallee/High-Deck-Siedlung war öffentlich: Zu Gast war Dr. Oliver Unglaube, Geschäftsführer des Diakoniewerks Simeon, der die Pläne für das Tabea-Areal an der Sonnenallee Ecke Hänselstraße vorstellte. Auf dem Gelände befinden sich derzeit eine Kirche, ein Kirchturm und eine Kindertagesstätte. Wegen Bauschäden sollen Kirche und Kirchturm in den nächsten Wochen zurückgebaut werden. Anschließend soll dort das Kirchlich-Diakonische Zentrum Tabea entstehen.

Neubau soll offen nutzbar sein

Das Diakoniewerk Simeon suchte nach Angaben von Dr. Unglaube seit längerer Zeit einen geeigneten Standort für eine zentrale Geschäftsstelle, da der bisherige Verwaltungssitz in der Rübelandstraße für die wachsenden Aufgaben nicht mehr ausreicht. Auf dem Campus an der Sonnenallee soll deshalb ein Neubau mit einem großen, zweigeschossigen Saal entstehen, der sowohl für Gottesdienste als auch für Veranstaltungen genutzt und mehrfach unterteilt werden kann. Im Erdgeschoss sind darüber hinaus Räume für ein Beratungsangebot der Suchthilfe vorgesehen, während in den weiteren Bereichen Büros für die Verwaltung des Diakoniewerks Platz finden sollen.

Umsetzung als nachhaltiges Baukonzept

Der Neubau mit Vorplatz und Foyer soll vollständig barrierefrei gestaltet werden. Über einen überbauten Durchgang soll die Hofseite mit dem großen Garten des Tabea-Geländes erreichbar sein, in dem die Kindertagesstätte weiterhin bestehen bleibt. Zugleich sollen Teile des bisherigen Bestands wiederverwendet werden, darunter Klinker aus der Fassade und ein Teil der farbigen Kirchenfenster. Geplant sind außerdem eine Holzhybridbauweise, Fassadenbegrünung, ein Gründach mit Regenwasserspeicherung, eine Photovoltaikanlage und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung.

Den Bauantrag reichte das Diakoniewerk Simeon im September 2025 ein. Nach Prüfung und Genehmigung sollen zunächst die Teile der alten Bauten gesichert werden, die in den Neubau übernommen werden. Läuft das Verfahren wie geplant, soll im Juni 2026 die Baugrube ausgehoben werden. Ab Herbst 2026 sollen die Rohbauarbeiten beginnen, und im Jahr 2028 soll der Neubau fertiggestellt sein. Dann sollen dort Arbeitsplätze für 80 Beschäftige bereitstehen.