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Neue Quartiersräte nehmen Arbeit auf

Neue Gesichter fürs Quartier: Alle zwei Jahre wählen die Anwohnenden in den Berliner Quartiersmanagement-(QM)-Gebieten ihre Quartiersräte neu, so geschehen Ende des Jahres 2025 in den Quartieren Alte Hellersdorfer Straße und Nahariyastraße.

Menschen sitzen und stehen um einen mit Blumen dekorierten, gedeckten Tisch.
Bei der Sitzung am 2. Dezember 2025 stellte das QM-Team noch einmal die Aufgaben des Quartiersrates vor, um zu vermitteln, in welchen Bereichen das Gremium wirken und mitentscheiden kann. (Bild: QM Alte Hellersdorfer Straße/Anka Stahl)
Eine Menschengruppe mit Blumen posiert für ein Foto.
Rund acht Mal soll der Quartiersrat im Jahr 2026 zusammenkommen, um über die Situation und dringende Bedarfe im Quartier zu sprechen und gemeinsam neue Projekte zu beraten und abzustimmen. (Bild: Kerstin Heinze/GB)

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Quartiersräte bringen die Meinungen der Nachbarschaft in die Planung ihrer Kieze ein. Die Gewählten besprechen, wie Fördermittel eingesetzt werden, setzen Schwerpunkte etwa in den Bereichen Bildung, Integration, Klimaschutz oder öffentlicher Raum und vernetzen Einrichtungen vor Ort. Die Anwohnenden wählen alle zwei Jahre Vertreterinnen und Vertreter aus ihrer Nachbarschaft. Wahlberechtigt sind Personen ab 16 Jahren mit Wohnsitz im QM-Gebiet. Ergänzt werden die Räte durch Vertreterinnen und Vertretern von Kindertagesstätten, Schulen und weiteren lokalen Einrichtungen. Die Wahlverfahren unterscheiden sich: Manche QMs wählen bei öffentlichen Veranstaltungen, andere per Aushang und Abstimmung in der Nachbarschaft.

Nahariyastraße/Bornhagenweg: Vom Wahlabend zum ersten Einsatz

Am 17. Dezember 2025 wählten Anwohnende aus dem QM-Gebiet Nahariyastraße/Bornhagenweg in der Nahariya-Grundschule ihren neuen Quartiersrat. Ab 18 Uhr war die Schule für alle Menschen ab 16 Jahren geöffnet, die im QM-Gebiet wohnen – zum Wählen und Kandidieren.

Am Wahltag stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten vor und erläuterten ihre Motivation. Anschließend folgte die geheime Abstimmung. An einem Tisch entschied ein Kopf-an-Kopf-Rennen per Stichwahl. Auch Stellvertreterinnen und Stellvertreter wurden gewählt, die an öffentlichen Sitzungen teilnehmen können. Der Abschluss fiel feierlich aus: Blumen, Applaus, Gruppenfotos und ein gemeinsames Buffet markierten den Start der neuen Amtszeit mit den neu gewählten Quartiersräten. In den kommenden zwei Jahren entscheiden die Quartiersräte über die Vergabe von Fördermitteln.

Anders, aber genauso erfolgreich: Alte Hellersdorfer Straße

Während in der Nahariyastraße eine klassische Wahlveranstaltung an einem Tag stattfand, verlief die Wahl im QM-Gebiet Alte Hellersdorfer Straße anders. Dort konnten Bewohnerinnen und Bewohner vom 10. bis 30. Oktober 2025 ihre Stimmen abgeben. Am 2. Dezember 2025 kam der neue Quartiersrat zu seiner ersten Sitzung zusammen und beschloss die Geschäftsordnung – also die Regeln für die nächsten zwei Jahre.

Zehn Anwohnende gehören dem Quartiersrat an, des Weiteren Vertreterinnen und Vertreter von Wohnungsunternehmen, Kindertagesstätten und Schulen sowie Projekten aus den Bereichen Familie, Jugend und Nachbarschaft. Die Einrichtungen verfügen über acht Stimmen, die nach einem Rotationsprinzip vergeben werden – sodass verschiedene Akteure abwechselnd mitentscheiden können.