QM Ganghoferstraße

Ankerpunkt: Kiezzentrum Rixdorf eröffnet

Neue Heizung, neue Beete und neue Bänke: Außenanlagen und Saal des „STATTbereich“ der evangelischen Kirchengemeinde „Brüdergemeine“ wurden mit 550.000 Euro aus dem Programm Soziale Stadt umgebaut. Als Kiezzentrum Rixdorf öffnete der sanierte Bau am 27. Mai 2018 feierlich. „Es braucht solche Ankerpunkte, die sich für den Zusammenhalt der Menschen stark machen“, so der Neuköllner Bezirksbürgermeister Martin Hikel.

Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel bei der Eröffnung des Kiezzentrums Rixdorf. Bild: QM Ganghofer Straße.
Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel bei der Eröffnung des Kiezzentrums Rixdorf. Bild: QM Ganghofer Straße.
Der Kirchsaal der Evangelischen Brüdergemeine Gemeinde Berlin. Bild: QM Ganghofer Straße.
Der Kirchsaal der Evangelischen Brüdergemeine Gemeinde Berlin. Bild: QM Ganghofer Straße.

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„Der STATTbereich ist Begegnungsstätte, Veranstaltungs- und Lernort. In ihm nehmen und geben Menschen Anteil, lassen sie Geschichten des Gelingens entstehen und erzählen sie diese weiter“, so Christoph Hartmann, Pfarrer der Brüdergemeine Gemeinde. Der STATTbereich nutzt seit 2015 den Kirchsaal der Brüdergemeine unter anderem als Plattform für Diskussionen oder Kulturveranstaltungen.

Umbau des Gemeindezentrums

Kirchsaal und Außengelände wurden modernisiert und erweitert. Der STATTbereich bekam eine neue energieeffiziente Heizungsanlage, eine moderne Wärmedämmung, neue Bänke, Präsentationstechnik und eine Schließanlage. Der Zugang zu Gelände und Gebäude wurde barrierefrei umgestaltet. Auf dem Gelände gibt es jetzt Bänke und Tischtennisplatten. Außerdem wurden Beete angelegt.

Martin Hikel, Neuköllner Bezirksbürgermeister, betonte in seiner Eröffnungsrede die Rolle des Kiezzentrums für das Zusammenleben in Neukölln: „Es braucht solche Ankerpunkte, die sich für den Zusammenhalt der Menschen stark machen.“ In Neukölln lebten Menschen aus 150 Nationen, so Hikel, und gerade die Geschichte der Böhmischen Glaubensflüchtlinge stehe für Toleranz und Integration. Pfarrer Christoph Hartmann bedankte sich in seiner Rede vor allem für den unermüdlichen Einsatz der Beteiligten.

Das Interesse am Kiezzentrum für Neukölln zeigte sich auch an der Medienpräsenz: Der RBB schickte eigens ein Kamera-Team vorbei.

An der Feier beteiligte sich auch der Verein Passa Porte e.V., der sich für Integration und Partizipation geflüchteter Menschen stark macht. Die Wände des Kirchsaals zeigten Plakate des überkonfessionellen Vereins SOLWODI, die auf sexuelle und wirtschaftliche Unterdrückung von Frauen aufmerksam machen.

Die Brüdergemeine

Die evangelische Brüdergemeine Gemeinde Berlin versteht sich als interreligiöse Bewegung. Ihre Ursprünge liegen in der böhmischen Reformation. Entstanden ist die Berliner Gemeinde 1737, als der Preußenkönig Friedrich Wilhelm I 350 Mitgliedern dieser Glaubensgemeinschaft im damaligen Rixdorf Asyl gewährte. Das war der Ursprung für das Böhmische Dorf.