QM Donaustraße-Nord

Opferfest im Jugendstadtteilladen

Am 14. August 2019 wurde in der Hobrechtstraße 83 zum muslimischen Opferfest eingeladen. Beim Genuss von orientalischen Köstlichkeiten tauschten sich Kiezbewohnerinnen und -bewohner untereinander aus.

Fatme Hajjaj vor den von ihr zubereiteten Speisen. Bild: QM Donaustraße-Nord
Fatme Hajjaj vor den von ihr zubereiteten Speisen. Bild: QM Donaustraße-Nord
Mütter und Kinder kamen im Stadtteilladen zum gemeinsamen Essen und Spielen zusammen. Bild: QM Donaustraße-Nord
Mütter und Kinder kamen im Stadtteilladen zum gemeinsamen Essen und Spielen zusammen. Bild: QM Donaustraße-Nord
Die Gäste hatten am Buffet reichlich Auswahl. Bild: QM Donaustraße-Nord
Die Gäste hatten am Buffet reichlich Auswahl. Bild: QM Donaustraße-Nord

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Fatme Hajjaj, eine Anwohnerin der Donaustraße, bereitete in der Küche des Jugendstadtteilladens zusammen mit ihrer Familie zahlreiche Speisen für die Veranstaltung zu. Die Auswahl reichte von Gemüsereis mit Hähnchenkeulen über Hammelfleisch und verschiedene Salate bis hin zu Kurkuma-Joghurt.

Am Nachmittag wurden die Gerichte auf einer langen Tafel für die Gäste serviert und bereits nach einer Stunde war das Buffet nahezu leer. Neben dem kulinarischen Angebot, stand beim Fest der nachbarschaftliche Austausch im Vordergrund: Während die Kinder miteinander spielten, unterhielten sich ihre Mütter miteinander. Es kamen auch einige Stadtteilmütter zum Fest – Frauen, welche die Integration von Familien mit ausländischen Wurzeln unterstützen.

Traditionen zum Opferfest

Das Opferfest nimmt für Muslime einen ähnlichen Stellenwert ein, wie Weihnachten für Christen, erzählt Fatme Hajjaj. Muslimische Familien versammeln sich an diesem Tag zum gemeinsamen Essen, gehen in die Moschee und beschenken sich gegenseitig. Viele lassen zudem ein Schaf schlachten und verschenken einen Teil davon an ärmere Menschen.

Das Fest geht auf eine Erzählung aus dem Koran beziehungsweise der Bibel zurück. Dort stellt Gott den Propheten Ibrahim (Abraham) auf die Probe und verlangt von ihm, seinen eigenen Sohn Ismael (Isaak) zu opfern. Doch in letzter Minute erscheint ein Engel Gottes und verhindert die Bluttat. Aus Dankbarkeit opfert Ibrahim daraufhin einen Widder.