Offene Küchen, Nachhilfe, Kiezreinigung und ein Selbsthilfe-Treffpunkt: Im Donaukiez gibt es viele Möglichkeiten, sich für andere einzusetzen. Am 7. Juli 2026 lud das Team des Neuköllner EngagementZentrum (NEZ) zu einem gemeinsamen Rundgang durch den Donaukiez ein. Das NEZ wird vom AWO Berlin Kreisverband Südost e.V. getragen und führt das QM-Projekt „Strukturen des Ehrenamtes im Donaukiez stärken“, welches aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert wird, durch. Knapp 20 Menschen starteten an der Ecke Donau- und Weichselstraße und besuchten nacheinander vier Einrichtungen. Jede Station zeigte, wo freiwillige Hände gebraucht werden und wie der Einstieg gelingen kann.
Sarah Hannusch vom NEZ begleitete die Interessierten beim Rundgang. Die erste Station war das Blue House des Vereins Hejmo in der Donaustraße 15. Hejmo ist eine migrantisch geleitete Community-Initiative, die Menschen durch Essen, Musik, Sprache und Kunst verbindet. Die Räumlichkeiten eröffneten im Jahr 2025. Alle Angebote, wie Sprachcafés auf Deutsch, Englisch und Arabisch sowie ein Musiktreff sind kostenlos und ehrenamtlich organisiert.
Weiter ging es zum Casino for Social Medicine, einem ehemaligen Spielcasino in der Sonnenallee 100. 50 bis 60 Ehrenamtliche halten dort Bar, Café, Veranstaltungen, Lesungen und Beratungsangebote am Laufen. Die dritte Station führte zu Blickwinkel e.V. in der Sonnenallee 64. Der Verein bietet seit dem Jahr 2007 Nachhilfe von der Grundschule bis zum Abitur an und arbeitet vollständig mit Freiwilligen.
Den Abschluss bildete das QM-Büro in der Donaustraße 7, wo die Sauberkeitsinitiative „Donaukrake“ vorgestellt wurde. An jedem letzten Sonntag im Monat räumt die Gruppe um 11 Uhr gemeinsam auf. „Die Krake braucht viele Arme“, sagt ein Verantwortlicher und hofft auf weitere Freiwillige. Auch das QM-Team selbst sucht Unterstützung, denn es endet mit Ablauf des Jahres 2027 planmäßig. Quartiersmanagerin Nesrin Demir wünscht sich Freiwillige, die den Kiezgarten pflegen, Pflanzen gießen sowie Hochbeete und Bänke betreuen. Gesucht wird außerdem eine Person, die den Donaukiez-Telegram-Kanal langfristig weiterführen oder an der Kiezzeitung „Donauwelle“ mitwirkt. Wer sich engagieren möchte, kann sich jederzeit beim QM-Team melden.