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Zwei Jahre lang kam das Projektteam mit den Menschen und Einrichtungen in den drei Hellersdorfer QM-Gebieten Alte Hellersdorfer Straße, Boulevard Kastanienallee und Hellersdorfer Promenade ins Gespräch, um zu erfahren, an welchen Stellen es Optimierungsbedarf für bessere klimatische Verhältnisse gibt. Neben erfolgreich durchgeführten Klimaanpassungsmaßnahmen sind im Projekt Ideen für weitere Vorhaben entstanden, auf deren Umsetzung man in Zukunft hoffen darf. Der erarbeitete Maßnahmenkatalog fasst praktische Klimaanpassungsmaßnahmen aus dem Projekt zusammen und gliedert sich in die drei Bereiche blaue Infrastruktur, grüne Infrastruktur und Verschattung.
Die blauen Maßnahmen starteten mit Regentonnen an Häusern, die Regenwasser gut auffangen. Dieses Wasser dient anschließend zum Gießen und mindert starke Abflüsse bei viel Regen. Dazu kamen Versickerungsflächen wie flache Mulden, die das Wasser langsam in die Erde leiten und Überschwemmungen verhindern.
Darauf aufbauend wurde im Rahmen der grünen Maßnahmen auf Baumpflanzungen an Straßen und Plätzen gesetzt, um Abkühlung zu bringen. Diese Bäume umrahmen Hochbeete in Hinterhöfen, die mehr Natur fördern und Schatten durch rankende Pflanzen schaffen. An Bestandsgebäuden wurden Gründächer und Grünwände geschaffen, welche dauerhaft für ein erträglicheres Mikroklima an heißen Tagen sorgen.
Die schattenspendenden Maßnahmen greifen das Grüne auf und bieten Sonnenschutz durch Lauben und Segel auf Plätzen. Diese Einrichtungen schaffen Ruheecken mit Bänken unter Bäumen, die zum Ausruhen einladen. Flexibel ergänzt wurden sie durch tragbare Schirme für Märkte und Feste.
Das Projektteam aus L.I.S.T GmbH, Stadtentwicklungsexperten für Quartiere, sowie Naturschutz Berlin-Malchow, Umweltbildner mit Fokus auf Berliner Natur, informierte, vernetzte und gab praktische Ideen für eigenständiges Handeln. Bei der Abschlussveranstaltung des Projekts im November 2025 wurde der Maßnahmenkatalog an den bezirklichen Klimaschutzbeauftragten Dominik Chadid übergeben. „Heißes Hellersdorf“ war ein Verbundprojekt der drei Hellersdorfer QM-Gebiete und wurde aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt" gefördert.