Am 18. und 19. Juli 2026 verwandelten Alice Kordt und Santiago Calderón García den Martha-Ndumbe-Platz mit einer mobilen Siebdruckwerkstatt in ein offenes Kreativatelier. Gemeinsam mit Teilnehmenden entstanden dort Plakate und T-Shirts mit eigenen Motiven. Die Veranstaltung wurde über den Aktionsfonds des QMs gefördert und richtete sich an Menschen aus der Nachbarschaft.
Mit Lastenrad, Klapptischen und der mobilen Siebdruckwerkstatt der Schillerwerkstatt e. V. boten die beiden Engagierten ein offenes Angebot im öffentlichen Raum an. Kinder, Jugendliche und Erwachsene konnten Schablonen entwerfen, Motive entwickeln und ihre Ideen direkt auf Papier oder Stoff drucken. An beiden Tagen entstanden so rund 40 verschiedene Motive. Die Werkstatt war kostenlos und offen zugänglich. So konnten auch Menschen spontan mitmachen, die zufällig vorbeikamen.
Unter dem Motto „Wovon träumst du, Wedding?“ wurden Gedanken zum Kiez sichtbar. Die Teilnehmenden gestalteten Lieblingsorte, Zukunftswünsche und persönliche Botschaften. Jedes Motiv erzählte eine eigene Geschichte und machte unterschiedliche Perspektiven auf den Kiez sichtbar. Zugleich sollte insbesondere für Kinder in den Sommerferien ein frei zugängliches kreatives Angebot im Quartier entstehen.
Die Idee für das Projekt entstand aus ähnlichen Straßenaktionen, an denen Alice Kordt und Santiago Calderón García bereits beteiligt waren. Beide wollten erneut ein partizipatives Angebot im öffentlichen Raum schaffen. Aus ihrer Sicht war der Martha-Ndumbe-Platz dafür besonders geeignet, weil dort Menschen aus der Nachbarschaft und Besucherinnen und Besucher zusammenkommen. So sollten Begegnungen entstehen, die über das gemeinsame Drucken hinausreichen.
Alice Kordt studiert Lehramt, Santiago Calderón García arbeitet im Bereich der kulturellen Bildung. Beide wohnen im Quartier und engagierten sich ehrenamtlich bei der Aktion. Auf die Förderung durch den Aktionsfonds wurde Alice Kordt im Frühjahr 2026 über Instagram aufmerksam, woraufhin sich beide mit ihrer Idee bewarben. Unterstützung kam auch aus der Nachbarschaft. Engagierte Anwohnerinnen und Anwohner aus der Antonstraße brachten den Gemüsetransformator 2.0 mit, eine mobile Nachbarschaftsküche, und kochten Chili für alle Beteiligten. So ergänzten sich beide Angebote und schufen einen gemeinsamen Begegnungsmoment auf dem Martha-Ndumbe-Platz.