„Die Obstgehölze haben wir letztes Jahr gesetzt“, erläutert Ulla Müller vom Freilandlabor Britz, die die Arbeiten im Garten anleitet und Gärtnerinnen und Gärtnern aus der Nachbarschaft mit Rat und Tat zur Seite steht. „Jetzt sind die Himbeeren, Johannisbeeren, Erdbeeren und Stachelbeeren fast reif und können bald geerntet werden. Da müssen wir demnächst kommunizieren, wie die Vergaben laufen sollen.“
Jeden Montag von 17:00 bis 19:00 Uhr trifft sich im Gemeinschaftsgarten eine Gruppe von etwa zehn Garteninteressierten. Gemeinsam pflanzen sie, bauen und pflegen Beete, gießen und erledigen die Arbeiten, die gerade anstehen. Anders als in anderen Gärten sind die Hochbeete nicht einzelnen Personen zugeteilt. Stattdessen kümmern sich alle gemeinsam um die gesamte Fläche.
Zuletzt wurden die Hochbeete mit Unterstützung eines Anwohners erweitert. Er konnte kostenlos Paletten besorgen und brachte sie in den Garten. So ließ sich Geld sparen. Außerdem entstand ein Modul zum Sammeln von Regenwasser.
Neben Obst, Kräutern und allgemein bekannten Gemüsesorten wie Zucchini, Mangold oder Kohlrabi wachsen dort auch weniger bekannte Pflanzen. Ulla Müller möchte gerade auf diese Sorten aufmerksam machen. Dazu zählen unter anderem Erdbeerspinat, Gelbe Beete sowie verschiedenste Bohnensorten oder die scharfe Rauke.
Damit noch mehr Menschen den Garten kennenlernen, sind mehrere Veranstaltungen geplant. Beispielsweise eine Nachtführung im August 2026. Sie war ursprünglich für Juni 2026 vorgesehen, musste aber wegen schlechten Wetters ausfallen. Darüber hinaus sind für die Zeit nach den Sommerferien weitere Projekte, unter anderem in Kooperation mit der Schule in der Köllnischen Heide geplant. Hier sollen zwei Wetterstationen entstehen: eine im Gemeinschaftsgarten und eine im Schulgarten der Grundschule. Auch weitere Angebote wie eine Spurensuche sind in Vorbereitung.
Der Gemeinschaftsgarten ist damit nicht nur ein Ort zum Pflanzen und Ernten. Er bietet auch Raum für gemeinsames Lernen, Austausch und neue Begegnungen in der Nachbarschaft.