QM Glasower Straße

Vorschularbeit stärkt Kinder vor dem Schulstart

Ein Bewegungsangebot bereitet Vorschulkinder im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Glasower Straße spielerisch auf den Schulstart vor. Übungen fördern Motorik und, Konzentration und unterstützen einen gelungenen Übergang in den Schulalltag.

In einem hellen Raum sitzt eine Gruppe Kinder auf großen Gymnastikbällen; eine anleitende Person steht vorn, hebt die Arme und die Kinder machen die Bewegung nach.
Bewegungsangebote, wie Übungen auf dem Gymnastikball, fördern gezielt die motorische Entwicklung der Kinder. (Bild: Kleiner Fratz GmbH)

Kinder, die einen erhöhten Bedarf an sprachlicher Förderung oder schulvorbereitenden Angeboten haben, finden im „Haus der Familie“ beim Projekt „Vorschularbeit für Kinder ohne Kitaplatz“ eine erste Anlaufstelle. Das Projekt wird aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ gefördert.

Das Angebot öffnet Gruppen und stärkt Austausch

Richtete sich das Projekt zu Beginn ausschließlich an Kinder ohne Kitaplatz, so haben sich die Rahmenbedingungen inzwischen verändert. Während der dreijährigen Projektlaufzeit wandelte sich der Mangel an Kitaplätzen aufgrund sinkender Geburtenzahlen hin zu einem Überangebot. Darauf reagierte das Projektteam und erweiterte die Zielgruppe.

Heute richtet sich das Angebot an alle Kinder zwischen drei und fünf Jahren, die einen sprachlichen oder sozialen Förderbedarf haben, unabhängig davon, ob sie bereits eine Kita besuchen. Unverändert bleibt hingegen der Umsetzungsort: das Familiencafé im Haus der Familie. Die Angebote werden gut angenommen, etwa sechs Kinder nehmen pro Termin teil. Die offene Struktur bietet einen geschützten Rahmen, in dem die Kinder neue soziale Kontakte knüpfen und voneinander lernen können.

Das Team übt Sprache, Alltag und Bewegung

Inhaltlich konzentriert sich das Projektteam auf eine alltagsintegrierte Förderung. Diese reicht von der Stärkung der Sprachkompetenz durch Singen, Vorlesen und Gesprächsrunden bis zur motorischen Entwicklung durch Bastel-, Mal- und Bewegungsangebote auf Spielplätzen oder in Parks.

Darüber hinaus fördert das Projekt auch sozial-emotionale Kompetenzen Die Kinder lernen, sich in Gruppen zurechtzufinden, Regeln einzuhalten, Konflikte zu lösen und Rücksicht aufeinander zu nehmen. Feste Rituale wie Begrüßungs- und Abschlussrunden bieten dabei Orientierung und Struktur. Die Arbeit zahlt sich aus: Die Kinder bauen Vertrauen auf, werden sprachlich sicherer und bringen sich zunehmend aktiver in die Gruppen ein.

Zugleich ist das Projekt gut im Sozialraum vernetzt und arbeitet mit öffentlichen Institutionen wie Kitas, Beratungsstellen und weiteren sozialen Einrichtungen zusammen. Aktuell befindet es sich in einer fortgeschrittenen Umsetzungsphase. Wichtige Meilensteine sind bereits erreicht, etwa der erfolgreiche Aufbau des Angebots und seine Anpassung an veränderte Bedarfe. Der Fokus liegt nun darauf, die bedarfsgerechte Weiterentwicklung des Projekts zu sichern.