Kalte Temperaturen, Nieselregen und Spielmöglichkeiten im Freien stellen viele Familien vor Herausforderungen. Eine passende Lösung bietet der Winterspielplatz der St. Clara-Gemeinde im-Rollbergkiez. Jeden Mittwoch können Kinder zwischen null und sechs Jahren von 15:30 Uhr bis 18:00 Uhr in Begleitung einer Betreuungsperson. Der Raum bietet Platz für freies Spiel und gemeinsame Aktivitäten.
Der Winterspielplatz zählt zu den wenigen vergleichbaren Angeboten in Nord-Neukölln. Kinder rutschen, tauchen ins Bällebad, reiten auf Hüpfpferden oder erschaffen mit großen Bauelementen eigene Spielwelten. Die Nachfrage wächst stetig. Agnes-Maria Streich, Koordinatorin vor Ort, berichtet: „Anfangs nahmen rund 15 Kinder teil, inzwischen sind es etwa 30.“ In einzelnen Phasen war der Andrang sogar so hoch, dass der Einlass begrenzt werden musste.
Auch die Lage trägt zum Erfolg bei. Durch die gute Erreichbarkeit kommen Familien aus verschiedenen Stadtteilen. Für das leibliche Wohl sorgen Snacks vom CARIsatt-Laden aus der Weißen Siedlung, während das Projektteam Getränke bereitstellt. Damit das Miteinander reibungslos funktioniert, gelten klare Regeln: Schuhe werden beim Spielen ausgezogen, Essens- und Spielbereich sind getrennt – und wenn die Glocke ertönt, wird gemeinsam aufgeräumt.
Auffällig ist der hohe Anteil an Vätern, die das Angebot nutzen. Sie begleiten ihre Kinder nicht nur beim Spielen, sondern kommen auch untereinander ins Gespräch. „Letztes Jahr haben wir uns für eine Zeit zu einem richtigen kleinen Vätertreff entwickelt. Das hat sich wohl aufgrund der Elternzeit ergeben, die die Väter zu der Zeit genommen hatten“, erzählt Agnes-Maria Streich.
Möglich wird der Winterspielplatz durch Kooperationen mit kirchlichen Einrichtungen und durch Spenden, auf die das Projekt weiterhin angewiesen ist. Seit Anfang des Jahres 2025 wird der Winterspielplatz außerdem durch den Aktionsfonds des QMs Rollbergsiedlung unterstützt. Dadurch konnten unter anderem ein neues Bällebad und neue Rutschen angeschafft werden.
Das Projekt sucht weiterhin Helferinnen und Helfer, die mittwochs für rund zweieinhalb Stunden unterstützen. Voraussetzung sind ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis sowie die Teilnahme an einer Schulung zum Thema sexualisierter Gewalt.