QM Mehringplatz

Zusammenhalt und Nächstenliebe bei Iftar-Feier

Im Quartiersmanagement-(QM)-Gebiet Mehringplatz kamen rund 500 Menschen zum gemeinsamen Fastenbrechen zusammen. Die Feier war mit ihrer Größe einmalig in den Berliner QMs und stärkt den nachbarschaftlichen Austausch.

Viele Menschen stellen sich zusammen für ein Foto.
Das Team, das die Iftar-Feier am Mehringplatz organisierte. (Bild: M. Hühn, Webredaktion QM Mehringplatz)

Das tägliche Fastenbrechen nach Sonnenuntergang beendet im Ramadan die Zeit ohne Essen und Trinken und wird von gläubigen Muslimen häufig im Kreis der Familie oder in größerer Runde begangen. Seit dem Jahr 2017 knüpft das QM-Gebiet Mehringplatz an diese Tradition an und lädt zu gemeinsamen Iftar-Feiern ein. In diesem Rahmen öffnete die Iftar-Feier am Mehringplatz bereits zum neunten Mal ihre Türen für alle Menschen, egal welchen Glaubens.

Beiträge verbinden Worte und Musik

Am 5. März 2026 versammelten sich im Gloria Event Center in der Markgrafenstraße zahlreiche Menschen zum gemeinsamen Fastenbrechen. Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg und das QM Mehringplatz organisierten das Iftar gemeinsam mit vielen Kooperationspartnern. Gefördert wurde es aus Mitteln des Programms „Sozialer Zusammenhalt“.

Am Tag der Veranstaltung genossen die Besuchenden an gedeckten Tischen in festlicher Kleidung das kulturelle Begleitprogramm. Wie im Vorjahr gab es Henna-Schminken für Kinder, eine Foto-Box, einen Kalligraphie-Stand, Siebdruck, Bastelangebote und Infos zur Quartierskarte. 

Positive Werte stehen im Mittelpunkt

Im Vordergrund des Fastenbrechens stand in diesem Jahr die Menschlichkeit. So begrüßte Quartiersmanagerin Wafaa Khattab zusammen mit Daniela Karsten Jonas vom Stadtteilzentrum F1 die Gäste und hob dabei nachbarschaftlichen Zusammenhalt und Nächstenliebe hervor. Außerdem sprach die Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Clara Herrmann, in ihrer Begrüßungsrede über die wichtige Rolle aller Frauen und Mädchen im Kiez. 

Als letzten Redebeitrag bedankte sich Ralf Hirsch von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen beim QM-Team für die Arbeit der letzten 20 Jahren. Das Fastenbrechen setze den Grundgedanken des Förderprogramms „Sozialer Zusammenhalt“ direkt um.

Nach den Reden sang der syrische Musiker Abdulkadir Asli das Fastengebet. Als Vorspeisen kamen Datteln und Linsensuppe auf die Tische, als Hauptgang Hühnchen mit Reis oder Auberginen-Moussaka. Zum Nachtisch gab es Baklava und Vanillekipferl. Auch musikalisch wurde einiges geboten. Die Mädchen des Jugendzentrums Jam trugen Lieder vor, Schülerinnen und Schüler trommelten und der Chor des Arabischen Musikinstituts beendete das Programm. Am Ende zog eine Tombola noch einmal alle Blicke auf sich. Viele Gäste hatten ihre Namen in die Box geworfen und hofften auf einen Gewinn. Die Preise kamen von verschiedenen Kooperationspartnern und Spendern.